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Schenefelder Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Zukunft der Paulskirche : Viele Ideen, wenig Ehrenamtliche

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Paulskirchengemeinde will sich auf Kinder- und Jugendarbeit konzentrieren. Musicals und Chöre beim Publikum beliebt.

Schenefeld | Fast zwei Millionen Mitglieder in mehr als tausend Gemeinden der Nordkirche: Sie sind am Sonntag, 27. November, dazu aufgerufen, die neuen Gemeinderäte zu wählen. In Schenefeld geht es um die Gremien der Stephanskirchengemeinde und der Paulskirchengemeinde. Unsere Zeitung widmet sich der Wahl mit einem „Thema der Woche“.

Die Zukunft der Paulskirche liegt für Pastorin Kerstin Otterstein und Ralf Moser, Wahlausschussvorsitzender, darin, Tradition und Moderne zu vereinen. „In der Synode erlebe ich, dass bei den Traditionalisten die Kirchen leer sind“, sagt Moser. Die Kunst sei, von Jung bis Alt alle anzusprechen. „Der Mix macht es.“ Kirche müsse „präsent und schmackhaft“ gemacht werden. Kirchengemeinderatsmitglieder müssten „nicht nur übersprudeln von Ideen“, sondern auch arbeitswillig sein, fasst Otterstein zusammen. Das Gremium müsse beispielsweise über Personalien entscheiden. „Das ist immer eine Herausforderung, jemanden zu finden, der passt“, so Otterstein.

Baulich steht nicht viel an in den kommenden Jahren. Vor kurzem seien die Glocken renoviert und entrostet worden. „Sie klingen jetzt besser“, sagt sie. Das Pastorat sei fast fertig renoviert. Nun stehe noch die Instandsetzung der Orgel an. Inhaltlich gehe es darum, das Geschaffene zu erhalten, erläutert Moser. Die Kirche setze seit Jahren einen großen Schwerpunkt auf die Kinder- und Jugendarbeit. Gruppen treffen sich regelmäßig. Es gibt Kindergottesdienste, den Kirchen-Casper und den Chor für Mädchen und Jungen, der regelmäßig Musicals aufführt – geschrieben von der Leiterin Henrike Gebauer. Ihre Lieder hätten „Ohrwurmcharakter“, lobt die Pastorin. Mit ihren aufwendigen Inszenierungen hat sie die Besucher begeistert. Auch eine Band kann die Gemeinde vorweisen. Das nächste Projekt: Am Heiligen Abend wird es ein Mini-Musical geben. Auch die Einbindung von Senioren und Eltern sei eine wichtige Aufgabe des Kirchengemeinderats. Zudem gibt es einen gemischten Chor für Erwachsene, der sich regelmäßig mit modernen Songs einbringt. Am Tag der Wahl tritt der traditionelle Chor zu seinem 55-jährigen Bestehen ab 11 Uhr beim Adventsgottesdienst in der Kirche auf. Anschließend gibt es einen Empfang.

Ideen hat das Team um Pastorin Otterstein und den Pastor Siaquiyah Davis genug. Die Kirchen heute hätten jedoch mit einer Mangelverwaltung zu kämpfen. Es fehle an personellen Ressourcen. „Die Ideen sind da. Nur die Ehrenamtlichen fehlen“, sagt Otterstein. Helfer zu gewinnen sei eine der schwierigsten Aufgaben, die dem Kirchengemeinderat bevorsteht. Aber auch eine der wichtigsten.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 16:05 Uhr

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