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Schenefelder Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:38 Uhr

Viel Arbeit für drei Architekten

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schulsanierung Vorstellung im Ratssaal

Es war ein erstes Beschnuppern, ein vorsichtiges Herantasten von beiden Seiten. Die Stadtverwaltung hatte drei Architekten eingeladen, um sich im Ratssaal in Schenefeld den Politikern vorzustellen. Die Entscheidung, ob die Architekturbüros gemeinsam die Schenefelder Schulen sanieren dürfen, fiel aber vorerst nicht. Zunächst soll in den Fraktionen darüber beraten werden. Bei der nächsten Sitzung nach der Sommerpause will die Politik dann abstimmen.

Das Sanierungsvorhaben, das sich Dieter Hellwig von „BSP Architekten BDA“ aus Kiel, Christian Schmieder von „Schmieder Dau Architekten“ aus Kiel und Jan-Peter Witt von der „Architektengruppe Plandreieck“ aus Elmshorn vorgenommen haben, ist ein wahrlich dicker Brocken: Das Gymnasium soll saniert und der Bau an heutige Bedürfnisse angepasst werden. Ein neues Dach soll kommen und eine Mensa gebaut werden. Auch die Grundschulen werden Mensen bekommen und zum Teil umgebaut. Für all dies müssen erst einmal Konzepte her. Denn noch befindet sich die Sanierung in der Planungsphase 0 – also ganz am Anfang. Bei der Entscheidung, ob die Architekten loslegen dürfen, geht es also zunächst nur darum, ob sie planen dürfen. Je nach Kostenlage müsste die Sanierung selbst aus rechtlichen Gründen eventuell noch einmal ausgeschrieben werden, so Bauamtschef Andreas Bothing.

Der Zeitplan ist eng: Schon Ende des kommenden Jahres sollen die Grundschulen fertig umgebaut sein, beim Schulzentrum wollen die Architekten bis Mai 2017 mit Bestandsaufnahme, Mängelanalyse, Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, Konzepterstellung und Kostenermittlung durch sein, damit dann der Umbau erfolgen kann. Es gehe zunächst um einen Fahrplan und darum, in welche Richtung es gehen soll, stellte Bothing klar. Die Entwicklung des Sanierungskonzeptes soll in enger Kooperation mit den Schulen geschehen.

Schmieder erläuterte, dass es nicht ungewöhnlich sei, wenn sich Architektenbüros zusammenschließen, um solch große Vorhaben umsetzen zu können. Die Sanierung der Schulen sei eine umfangreiche Aufgabe in relativ kurzer Zeit. Um für sich zu werben, präsentierten sie verschiedene Bauvorhaben, für die sie Preise gewonnen hatten sowie Gebäude, die von der Art und vom Umfang her vergleichbar sind mit dem Schenefelder Projekt. Wie teuer das Vorhaben wird, ist noch völlig unklar und hängt vom Umfang ab. „Man kann schwer ein Stück Schule bestellen“, sagte Bothing. „Das kann zwischen fünf und 37,5 Millionen Euro kosten.“

Der nächste Bauausschuss ist für Donnerstag, 15. September, terminiert. Um 19    Uhr geht’s los. Wo getagt wird, ist noch unklar, wird aber rechtzeitig bekanntgegeben.

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erstellt am 29.Aug.2016 | 16:23 Uhr

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