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Schenefelder Tageblatt

04. Dezember 2016 | 13:23 Uhr

Schenefeld : Trommelfeuerwerk im Forum

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

„Night of the drums“ beim SHMF übertrifft alle Erwartungen

Schon der erste Anblick der Bühne faszinierte das Publikum im ausverkauften Forum. Gewaltige, glitzernde Gongs, Pauken, riesige Marimbaphons, Trommeln und anderes, exotisch anmutendes Gerät. All das gehörte zum Instrumentarium für die „Night of the Drums“, der Schenefelder Beitrag zum Schleswig-Holsteiner Musikfestival.

Los ging es schon draußen. Am Anfang des roten Teppichs trotzte Clown Giocomo dem Nieselregen. Auf hohen Stelzen stand er da, aber seine Begrüßung war keineswegs von oben herab. Eher ein Vorgeschmack auf den bevorstehenden Spaß. Am Ende des Teppichs stimmte Johannes Wöhrmann die Ankommenden musikalisch auf das Konzert ein. Die Klänge seines Alt-Saxophons waren zugleich eine angenehme Untermalung zum Smalltalk im Zelt, das dem Eingang gegenüber als zusätzliches Foyer aufgestellt war.

Hier gab es außer Sekt und Saft auch heiße Suppe, „unserem typischen Sommerwetter angemessen“, wie Bürgermeisterin Christiane Küchenhof anmerkte. Auch Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski und mehrere Sponsoren gehörten zu der kleinen Runde, die hier voller Vorfreude auf das Programm des Abends anstieß.

Sie wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil: „Ich hatte wirklich große Erwartungen, aber die wurden haushoch übertroffen“, fasste Küchenhof das Erlebnis bei Konzertende zusammen.

Ein Urteil, dass alle teilten. Vor allen auch die vielen Kinder im Publikum. Den neunjährigen Ole, selbst schon Klavier- und Schlagzeugspieler, beeindruckte „das Trommeln auf Mülleimern“ besonders. Birte (6), Klavier- und Flötespielerin, urteilte schon sehr fachmännisch über die „Soundreihe“. Kein Wunder: Mutter Regine Beckmann gehört zum Team der Hamburger staatlichen Jugendmusikschule. Jannis (12) war als Nachwuchs-Schlagzeuger vom Rhythmus der Darbietungen angetan, Lilly (11) und Justin (12), beide ebenfalls mit eigener Schlagzeugerfahrung, fanden es toll, dass auf allen möglichen Alltagsgegenständen getrommelt wurde.

Das alles war das Werk von neun Musikern, die erkennbar einen Riesenspaß bei ihrer schweißtreibenden Arbeit hatten und mit unglaublicher Fingerfertigkeit ein manchmal atemberaubendes Tempo durchhielten: „Elbtonal Percussion“  und Schlagzeuger des Festivalorchesters. Ja, sie trommelten tatsächlich auf Mülleimern, dann wiederum entlockten sie mit Küchengeschirr einer weiß gedeckten Tafel „Tischmusik“.  Aber es waren auch Arrangements von Bach-Kompositionen dabei.

Vom deutsch-serbischen Perkussionisten und Komponisten Nebojša Jovan Živković war ein Satz aus dem „Trio per uno“ zu hören. Von Jan-Frederick Behrend, Mitbegründer von „Elbtonal Percussion“, stammte „Afrock“. „Ghanaia“ von Matthias Schmitt war ein weiterer Tribut an die afrikanischen Wurzeln des Trommelns, vor allem der Marimba. Danach ertrotzte sich das Publikum mit nicht enden wollendem Beifall  mehrere Zugaben.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 14:00 Uhr

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