zur Navigation springen

Schenefelder Tageblatt

29. September 2016 | 06:56 Uhr

Tolle Technik – langsames Internet

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Aus dem Ausschuss Politik macht Schulen fit für das digitale Zeitalter / Prämiensystem sorgt für weniger Kosten durch Vandalismus

Es war der Abend der guten Nachrichten. Und darüber freuten sich Politik und Verwaltung gleichermaßen. Denn zuletzt war die Schenefelder Schullandschaft wegen Asbest in die Schlagzeilen geraten. Beim Schulausschuss am Dienstagabend zeigten sich hingegen sowohl die anwesenden Schulleiter als auch die Politiker zufrieden mit der Entwicklung der Schulen. Die Politik hatte insgesamt 244  200 Euro bereitgestellt, um die beiden Grundschulen, die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium aufzurüsten. Ausgegeben wurden davon bisher 214  019 Euro. Nun kann die IT-Technik genutzt werden.

Im Fokus stand bei den Investitionen in den vergangenen Monaten der Einstieg der Schulen in das digitale Zeitalter – inklusive Netzwerkverkabelung im Schulgebäude, die Anschaffung von interaktiven Whiteboards, einer Stundenplansoftware, Laptops, Netzwerkdruckern, vereinzelten Umbauarbeiten und einem neuen Schulserversystem für die Gemeinschaftsschule. Am Gymnasium freuen sich die Schüler und Lehrer über einen 3-D-Drucker für die Fachschaft Kunst.

Lob seitens der Schulleiter gab es auch für die Arbeit von Gerald Weck. Der IT-Fachmann unterstützt die Schulen dabei, die Möglichkeiten moderner Technik stärker zu nutzen. Weck selbst sagte, die Akzeptanz der neuen Geräte sei groß. Vieles sei bereits umgesetzt. Für das Gymnasium werde künftig noch ein Konzept erstellt für die IT-Strategie und Ausrüstung. Der Ausschussvorsitzende Tobias Löffler (CDU) machte deutlich, dass die Weiterentwicklung der Schulen noch lange nicht abgeschlossen ist: „Ich sehe das als offenen Prozess, bei dem auch Input kommen soll“, sagte er. Für das Jahr 2017 sind weitere Anschaffungen geplant, um alle Klassenräume auf den neuesten Stand zu bringen. Nun ist die Technik größtenteils vorhanden. Allerdings hapert es vielerorts noch beim schnellen Internet. Weck erläuterte, dass beim Gymnasium nur eine Übertragungsgeschwindigkeit von 16 Mbit pro Sekunde möglich sei. „Das ist gar nichts. Das bricht regelmäßig zusammen.“


Bedarfsquote schwer zu erfüllen


Eine Lösung für das bekannte Problem hatten Politik und Verwaltung nicht. Um schnellere Leitungen zu legen, bedarf es 40 Prozent der Anwohner, die sich das wünschen. Unter anderem weil ein Altenheim in der Nachbarschaft des Gymnasiums liege, sei es schwer, diese Quote zu erfüllen, sagte Weck.

Ein weiteres Thema an diesem Abend war die Reduzierung von Vandalismusschäden an den Schulen. Und auch das stellte sich als Erfolg heraus: Durch das Anreizsystem, bei dem es sich für Schulen finanziell auszahlt, wenn weniger Kosten innerhalb des Schulbetriebs verursacht werden, konnte viel Geld gespart werden. Gelingt es den Schenefelder Schulen, die Schäden an ihren Einrichtungen um 25     Prozent zu reduzieren, dürfen sie 50 Prozent des eingesparten Geldes für eigene Projekte behalten. Nicht einbezogen in die Rechnung werden Schäden, auf die die Schulen keinen Einfluss haben, zum Beispiel Graffiti im Außenbereich. Geschafft haben das alle Schulen – und zwar locker. Der Grundschule Altgemeinde gelang im Schuljahr 2015/2016 eine Reduzierung von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Bonus beträgt 406,81 Euro. Die Gorch-Fock-Schule hatte keine anfallenden Kosten und erreichte eine Reduzierung von 100 Prozent. Der Bonus liegt bei 2119,67 Euro. Die Gemeinschaftsschule bekommt einen Bonus von 2816,29, da die Kosten um 67    Prozent reduziert wurden. Das Gymnasium Schenefeld reduzierte die Kosten um 85 Prozent und erhält 3379,99. Die Politik will nun über eine Anpassung des Systems nachdenken, bei dem die Schülerzahlen mit einberechnet werden.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 22.Sep.2016 | 16:23 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen