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Schenefelder Tageblatt

02. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Ein Meister auch der alten Schule : Thorsten Berndt stellt in Schenefeld aus

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Kunstkreis Schenefeld präsentiert ab 24. Juli in einer Werkschau Bilder des Uetersener Fotografen Thorsten Berndt.

Schenefeld | Thorsten Berndt, Jahrgang 1961: Für sein Projekt „Lieblingsplätze – Portraits zwischen Armut und Obdachlosigkeit“ streifte er mit seiner Hasselblad durch den Kreis Pinneberg und fing die Anmut der Armut ein. Für „Arbeitswelten“ fotografierte er bei dem Unternehmen Stora Enso in schwarz-weiß die Mitarbeiter – vom Geschäftsführer bis zum Papiermacher. Mit dem Bauwagen als Camera Obscura fuhr er durch Schleswig-Holstein und bei der Phototriennale 2015 in Hamburg präsentiere er seine „Fingerübungen“.

Thorsten Berndt, Jahrgang 1961, ist ein „Uetersener Jung“. 1981 machte er Abitur am Ludwig-Meyn-Gymnasium, anschließend  folgte eine Ausbildung zum Photographen. Von 1987 bis 1990 studierte er an der Universität Hamburg Soziologie und  Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Von 2002 bis 2003 war er Gastdozent an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Berndt engagiert sich seit Jahren politisch für die Grünen. Zurzeit ist er Fraktionschef in Uetersen.

Der Kunstkreis Schenefeld präsentiert in seiner Sommerausstellung mit Berndt einen weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannten und anerkannten Fotografen und Künstler. Die Ausstellung „Photographien 1989-2016“ zeigt das umfangreiche Werk des Ueterseners. Die Werkschau wird am Sonntag, 24. Juli, um 11 Uhr im Rathaus am Holstenplatz eröffnet. Die Kunsthistorikerin Anne Simone Krüger wird in das Werk einführen. Für die passenden musikalischen Töne sorgt Dirk Iwen an den Trommeln. Bis zum 7. August sind die Arbeiten von Berndt in Schenefeld zu sehen. Der Eintritt ist frei.

„Die Ausstellung umfasst Schwarz-Weiß-Bilder aus der ersten Schaffensphase. Hier handelt es sich um analoge Photographien aus den Projekten „Nachtaufnahmen Uetersen“, „Arbeitswelten Stora Enso“, „Hallig Hooge“ und „Helgoland“, sagt Kunstkreissprecherin Gerda Freytag-Permien.

Ein Kern der Ausstellung sind die großformatigen Arbeiten ein mal zwei Meter, die in einem Bauwagen als Camera Obscura aufgenommen wurden. Gezeigt werden aber auch Farbaufnahmen aus den vergangenen Jahren, die als Projektarbeiten auch in den Landesschauen des Berufsverbandes Bildender Künstler Schleswig-Holstein in Eutin und Pinneberg zu sehen waren. Freytag-Permien: „Eine Besonderheit wird eine Wand mit über 20 Einzelbildern in Petersburger Hängung sein. Hier werden Einzelbilder gezeigt, die nicht zwingend Projekten zugeordnet werden können.“ Diese Ausstellung biete die Möglichkeit, einerseits lange nicht gezeigte Aufnahmen wieder zu sehen und andererseits einen Überblick über die Entwicklung des Fotografen Thorsten Berndt zu gewinnen.

Die Werkschau kann montags bis sonnabends von 15 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 13 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr besucht werden. Am letzten Ausstellungstag, Sonntag, 7. August, steht Berndt ab 11 Uhr im Rathaus für ein Künstlergespräch zur Verfügung. Parallel zur großen Rathausausstellung zeigt der Kunstkreis Schenefeld weitere Fotos von Thorsten Berndt in der Galerie im „Stadtzentrum“ am Kiebitzweg. Sie ist von Donnerstag bis Sonnabend in der Zeit von 16 bis 18 Uhr geöffnet.
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erstellt am 08.Jul.2016 | 12:30 Uhr

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