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Schenefelder Tageblatt

30. September 2016 | 06:55 Uhr

„Es hat sich viel verändert“ : Stefanie Mack - die Geschäftsführerin der Diakoniestation Schenefeld im Portrait

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Geschäftsführerin Stefanie Mack feierte ihre 20-Jähriges Betriebszugehörigkeit zur Diakoniestation Schenefeld.

Schenefeld | Seit zwei Jahrzehnten ist sie fester Bestandteil der Diakoniestation Schenefeld: Die Geschäftsführerin Stefanie Mack feierte kürzlich ihr Dienstjubiläum. 1996 hatte sie als Krankenschwester und Einsatzleitung ihre Tätigkeit bei dem ambulanten Pflegedienst aufgenommen. 2006 wurde sie Pflegedienstleiterin und übernimmt seit 2014 die Geschäftsführung. „Ich schätze vor allem ihr vorausschauendes Denken. Gepaart mit einem herausragenden Gestaltungswillen ist das ihr Markenzeichen“, lobt der Vorstandsvorsitzende Hartmut Schmidt-Lewerkühne.

Die Diakoniestation Schenefeld betreut alle Menschen, unabhängig von Alter, Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Die ambulante Pflege hat in Schenefeld eine langjährige Tradition. Waren es in den 50er Jahren die Diakonissen, die sich um alte, kranke und behinderte Menschen kümmerten, folgte deutschlandweit die Gründung von Sozialstationen. Auch in Schenefeld wurde 1982 eine Sozialstation gegründet. Später wurde daraus die Diakoniestation-Schenefeld im Wurmkamp 10.

Die Kunden habe Mack stets mit viel Liebe und Zuwendung umsorgt. „Ich freue mich jeden Tag darüber, sie als Geschäftsführerin zu haben, denn die Fähigkeiten dazu hat sie, und es ist ihr hervorragend gelungen, sich in diese Rolle einzufinden.“

Geboren ist Mack 1958 in Hamburg, seit 1980 wohnt sie in Schenefeld. Schon früh sei klar gewesen, dass sie einmal Krankenschwester werden wollte. Ihre Ausbildung absolvierte sie ab 1976 im Diakonischen Krankenhaus Bethanien Hamburg. Anschließend arbeitete sie als Krankenschwester und stellvertretende Stationsleitung im Katholischen Marienkrankenhaus Hamburg. „Als ich zum Diakonieverein Schenefeld gewechselt bin, befand sich dieser noch im Osterbrooksweg“, erinnert sich Mack. 1999 zog der Verein in den Wurmkamp 10 um. „Seitdem hat sich viel verändert“, sagt die Geschäftsführerin. „Damals haben wir noch überlegt, ob wir den Computer überhaupt einschalten sollen. Mittlerweile kann ich mir kaum mehr vorstellen, wie wir damals ohne die ganze Technik gearbeitet haben“, sagt Mack lachend. Im vergangenen Jahr hat sie die mobile Daten-erfassung eingeführt: Jeder Mitarbeiter ist mit einem Smartphone ausgerüstet, an das die Tourpläne geschickt werden – in der Pflege eine Innovation.

Auch die Strukturen haben sich verändert: „Heute haben wir für beide Stadtteile ein Pflegeteam und können so eine Bezugspflege garantieren“, beschreibt die 58-Jährige. Zudem ist die Diakoniestation auf 35 Mitarbeiter gewachsen. Der Altersdurchschnitt liegt bei 52 Jahren. Nachwuchs in der Pflege? Mangelware. „Die Refinanzierung von Pflege ist schwierig. Ich verfolge außerdem eine gesell-schaftliche Entwicklung: Die Tendenz geht weg vom Patienten und hin zum Schreib-tisch“, bedauert Mack. Die Dokumentation spiele eine immer größere Rolle. Menschlichkeit gehört für sie neben der Empathie aber zu den Grundprinzipien. Ein Grund, warum sie sich zum Diakonieverein zugehörig fühlt. Am wichtigsten ist der 58-Jährigen das Respektieren der Individualität: Die Wünsche der Kunden und ebenso der Mitarbeiter stehen für sie stets an erster Stelle. „Ich handle immer nach der Frage: Wie würde ich es mir wünschen?“, erklärt Mack. Fast ihr gesamtes Berufsleben hat sie bei kirchlichen Trägern gearbeitet. Am meisten beeindruckt habe sie in der Zeit die Begleitung von Menschen bis zum Tod. „Der Kontakt zu den Angehörigen ist wichtig und angenehm. Rückmeldung ist sehr positiv und man erhält so viel zurück. Bei aller Traurigkeit ist es eine große persönliche Bereicherung“, sagt die Geschäftsführerin. Deshalb lege sie Wert darauf, Ängste von Mitarbeitern vor dem Tod abzubauen. „Mit der Station bin ich gewachsen. Weg möchte ich hier nicht mehr.“

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erstellt am 15.Sep.2016 | 13:00 Uhr

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