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Schenefelder Tageblatt

08. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Bildung in Schenefeld : Spielerisch zur Verkehrssicherheit

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ein Polizist vermittelt Kindern an der Gorch-Fock-Schule die Grundregeln per Puppenspiel. Eltern haben immer mehr Angst.

Schenefeld | „Moin, moin“: Mit diesen Worten begrüßte Am Sonnabend der Rabe „Herr Watschel“ mehrere hundert Kinder an der Gorch-Fock-Schule in Schenefeld. Die Stadt hatte zum traditionellen Verkehrserziehungstag in die Einrichtung eingeladen, den es bereits seit 1978 gibt.

Drinnen sorgten Helge Hacker, Polizist von Beruf, und seine Frau Ulrike für Stimmung. Die beiden brachten den Kindern die wichtigsten Verkehrsregeln, zum Beispiel beim Queren von Straßen, in Form eines Puppenspiels mit den Protagonisten Herr Watschel, Kasperl und dem „Verkehrsschreck“ bei. „Alle Kinder hier im Land bleiben vor dem Kantstein stehen. Schauen zuerst nach links, nach rechts, nach links, bevor sie gerade über die Straße gehen.“ Während die Kinder das Gedicht mit Kasperle eintrainierten, flogen die Köpfe hin und her. „Es ist ganz wichtig, dass die Kinder eine Verkehrserziehung haben“, sagte Stadträtin Monika Stehr (SPD). Der Verkehr habe zugenommen, das richtige Verhalten könne nicht früh genug trainiert werden.

Der stellvertretende Bürgervorsteher Gerhard Schwarz (Grüne) bedankte sich bei Veranstaltern wie der Verkehrswacht des Kreises, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei sowie bei Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein. Schwarz berichtete den jungen Theatergästen, als Kind bereits „den Großvater des Verkehrskaspers“ kennengelernt zu haben.

Doch auch weitere Programmpunkte erfreuten sich großen Zuspruchs. Mit dem Schlauch aufs Löschhäuschen spritzten die Kleinen bei der Station der Freiwilligen Feuerwehr. Dabei ging es darum, das imaginäre Feuer zu löschen. Viele nutzten zudem die Chance, das Löschfahrzeug der Stadt von innen zu betrachten. Der stellvertretende Jugendwart Jan Töwe erklärte den Mädchen und Jungen einzelne Abläufe. So informierten sich Yannik (13) und Lukas (11) von der Jugendwehr über Details. „Ich kann schon eine Menge erklären“, sagte Lukas. Er wohne direkt hinter der Feuerwehr, und auch sein Vater zähle zu ihren Mitgliedern. Polizeihauptkommissar Kai Manke beaufsichtigte den Roller-Parcours. Die Lütten umfuhren Hütchen und passierten Hindernisse.

Manke war auch für die Busfahrt verantwortlich. Er sensibiliserte Eltern wie Kinder während der Exkursion für Gefahren im Verkehr. „Viele Mütter und Väter würden ihre Kinder am liebsten direkt ins Klassenzimmer bringen“, weiß der Beamte. Mit den Eltern führt er deshalb regelmäßig Gespräche. „Es gibt nichts schöneres, als morgendliche Diskussionen mit Müttern“, sagte der Beamte mit einem Augenzwinkern. Er versuchte die Eltern zu überzeugen, ihrem Nachwuchs „ein Stück Selbstständigkeit“ zu lassen. Doch die Angst der Eltern habe zugenommen.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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