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Schenefelder Tageblatt

08. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Kita kämpft wieder gegen Legionellen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Rasselbande Nutzung der Einrichtung nicht eingeschränkt

„Nicht schon wieder.“ Die erste Reaktion von Andre Grohde macht ein bisschen die Verzweiflung deutlich, die der Leiter der Kita „Rasselbande“ empfunden hat, als er das Ergebnis der Routinekontrolle erfuhr. Legionellen. Natürlich dachte er sofort an das vergangene Jahr, als Bakterien in so großer Zahl auch in den Kinderbadezimmern auftauchten, dass sogar über eine kurzfristige Schließung der Kindertagesstätte nachgedacht wurde. Diesmal kann Grohde Entwarnung geben. „Die Kinderbadezimmer sind nicht betroffen. Es gibt auch keine Nutzungseinschränkungen für unsere Kita.“ Auch die Anzahl der nachgewiesen Legionellen – sie wurden im Spülbecken eines Gruppenraumes gefunden – sei deutlich geringer. Über die Elternvertreter hatte die Kita-Leitung die Erziehungsberechtigten informiert. 70    Jungen und Mädchen besuchen die Einrichtung zurzeit.

Der zweite Legionellen-Fall in zwei Jahren in der „Rasselbande“. „Das Wasser steht in den alten Leitungen“, sagt Helge Feber vom Bauamt der Stadt. So könnten sich die Bakterien vermehren. Die Leitungen wurden inzwischen intensiv gespült. „Von vier Entnahmepunkten waren die Legionellen nur noch an einem nachweisbar“, sagt Feber. Die Stadt hatte – wie vorgeschrieben – das Gesundheitsamt des Kreises informiert.

Der Kampf gegen Legionellen beschäftigt die Stadt immer wieder. Zuletzt waren Sanitärräume in den Sporthallen Achter de Weiden saniert worden, um den Bakterien Herr zu werden. „In der Sporthalle gibt es noch einen Duschraum für Lehrer, in dem Legionellen nachgewiesen wurden“, betont Feber. In den neueren städtischen Gebäuden würden die Leitungen heutzutage anders verlegt, so dass Legionellen dort quasi keine Rolle mehr spielten. Kurzfristig konnte das Problem bei der Rasselbande behoben werden, doch langfristig wird es weitere bauliche Veränderungen geben müssen. „Sonst bekommen wir jedes Jahr ein Problem“, sagt Grohde. Laut Feber könnten die Leitungen in der Kita im kommenden Jahr erneuert werden – wenn die Politik einen entsprechenden Auftrag erteilt.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 16:20 Uhr

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