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Schenefelder Tageblatt

02. Dezember 2016 | 19:14 Uhr

Schenefeld : Jukshausen hat seinen eigenen Style

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

90 Mädchen und Jungen simulieren das Leben in einer Stadt. Banküberfall lässt Aktien in den Keller fallen.

Schenefeld | Eine Stadt in der Stadt gab es gestern Nachmittag im Juks in Schenefeld zu bewundern: Jukshausen öffnete am Montag seine Türen. Vier Tage lang haben 90 Mädchen und Jungen ihre eigene Stadt erlebt, organisiert und gestaltet. Das Planspiel wurde zum fünften Mal ausgerichtet.

Gestern waren die Eltern zur großen Präsentation eingeladen. Sie konnten ihre Sprösslinge als Kaufleute, Journalisten, Verwaltungsmitarbeiter oder Artisten erleben und die Arbeiten der Nachwuchskünstler, wie zum Beispiel Kupferschmuck, erwerben. Die Organisation hatte wieder Ina Göhlitz inne. „Jedes Kind arbeitet jeden Tag in einem Betrieb“, erklärt sie. „Das Besondere ist, dass die Kinder in ihrer eigenen Welt leben. Die sind da voll drin und hochmotiviert. Außerdem lernen sie, wie Demokratie funktioniert.“

Eine eigene Verwaltung, eine Zeitungsredaktion, ein Filmstudio, ein Tonstudio, eine Küche und vieles mehr war beim Rundgang durch die Stadt zu sehen. Neu in diesem Jahr war die Beauty-Oase, in dem sich die Jukshausener bei einer Massage vom Arbeitsstress erholen konnten. Im Artistik-Studio war Geschick gefragt. Der Durst wurde fachmännisch gelöscht mit Cocktails aus der „Gerüchteküche.“

Auch mit den Problemen Erwachsener mussten sich die Jukshausener rumschlagen: So wurde nach einer hitzigen Debatte die ungleiche Bezahlung abgeschafft. Nach einem Bankraub geriet das Geldinstitut in Not und die Aktien fielen in den Keller. So wurde die Bank am Ende sogar verstaatlicht. Der Spaß an der Veranstaltung war aber trotz aller Realitätsnähe und Herausforderungen allen Teilnehmern anzusehen.

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) bot an, im nächsten Jahr mit dem Bürgermeister kurzzeitig Plätze zu tauschen. Sie lobte Jukshausen als „wahnsinnig schönes Projekt, das auf keinen Fall zu Ende gehen kann“.

Auf der Bühne präsentierten unter anderem die Filmgruppe und die Artisten ihr Können und bekamen dafür reichlich Applaus. Besonders beeindruckend war auch der selbstgeschriebene Rap der „Jukshausen Allstars“, die von Produzent Marc Wichmann alias „Sleepwalker“ angeleitet wurde. „Wir fangen immer bei Null an“, erklärte er. Die musikalischen Fortschritte der Kinder beeindruckten ihn. Und in der Tat konnten sich die jungen Rapper sehen und hören lassen: „Jukshausen 2016. Wir bleiben cool, sind richtig geil. Und verpassen Jukshausen unseren eigenen Style.“

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erstellt am 28.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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