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Vortrag : Innovative Energie für Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ingenieur Willy Kanow informiert die Politik.

Schenefeld | Die Stadt Schenefeld hat viel Potenzial, wenn es um die Energiewende geht. Dessen ist sich der Schenefelder Diplomingenieur Willy Kanow (Foto) sicher. Am Dienstagabend informierte er den Ausschuss für Energie, Wasser und Abwasser im Rathaus über seine Visionen für die Düpenaustadt. „Mit den richtigen Bausteinen können Sie Energie und Kosten gleichzeitig sparen“, sagte Kanow.

Er sprach sich für eine stärkere Nutzung der Solarenergie aus. Zwar reiche die Fläche nicht aus, um die Stadt autark nur über Sonnenlicht mit Strom zu versorgen, aber es gebe viele „tote Flächen“, die nutzbar gemacht werden könnten. Beispielsweise entlang der Landesstraße Schenefeld Elmshorn (LSE). Zudem müssten Industrie und Privatpersonen ins Boot geholt werden, da diese den Mammutanteil an Energie verbrauchen. Ende 2015 gab es 50 Solaranlagen in der Düpenaustadt. In Pinneberg waren es 122, in Halstenbek 70 (Stand Ende 2015). Dies seien aber nur „Peanuts“, so Kanow. Das Potenzial sei viel größer. Laut Kanow werden 50 Gigawattstunden Strom pro Jahr in Schenefeld verbraucht. In den Verwaltungsgebäuden ergibt dies gerade mal 2,9 Prozent. Private Haushalte hingegen benötigen 35,7 und Industrie und Handel 61,4 Prozent.

Zudem sollte sich die Stadt aus Sicht Kanows auf das Schulzentrum konzentrieren, da dies der größte Energieverbraucher der städtischen Gebäude darstellt. Vorbild für die anstehende Sanierung könnte das Energiekonzept der Kita Biene Sonnenstrahl sein. Die Energieversorgung erfolge dort nur mit elektrischer Energie. Die Wärme wird durch eine elektrisch betriebene Wärmepumpe mit Speicher erzeugt. Der Strom könnte dort künftig mit Solarstrom erzeugt werden. Die sei aber derzeit noch nicht der Fall.

Aus Sicht des Diplomingenieurs bietet die Kita eine „innovative Energieversorgung“ und ist daher als Vorbild für Gymnasium und Gemeinschaftsschule geeignet. Daran ändern auch die aktuellen Probleme in der Kita nichts, befand Kanow. Denn diese bezögen sich auf die Lüftungsanlage. Wie berichtet, hatten sich vermehrt Eltern beschwert, weil die Kinder unter gesundheitlichen Problemen leiden. Im Verdacht steht die Lüftung. Kanow bleibt bei seiner Lösung, die Luft zu befeuchten. Beim Schulzentrum biete sich eine Wärmepumpenversorgung und Fotovoltaikanlagen auf dem Dach an.

Zuletzt stellte Kanow noch eine Vision vor: Auf der Bürgerwiese wäre Platz für einen Naturstromspeicher. Mit der richtigen Technik könnte das Areal Schulzentrum, „Stadtzentrum“ und „Harry Brot“ mit regenerativer Energie versorgt werden. Der Vorsitzende Jochen Ziehmann (Grüne) bedankte sich für die Anregungen. Viele Themen seien aber typisch für Stadtwerke, und könnten nicht von der Stadt allein umgesetzt werden. Derzeit wird darüber diskutiert, Stadtwerke zu gründen.

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erstellt am 16.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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