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Schenefelder Tageblatt

08. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Hier leben bald 80 Asylbewerber

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Unterkunft Bis zu 264 Plätze sind ab September verfügbar / Keine Vollbelegung geplant / Tag der offenen Tür vorab

Es ist die größte Unterkunft für Asylbewerber im Kreis Pinneberg: Nun ist die Container-Konstruktion so gut wie fertig. Auf dem ehemaligen Spar-Parkplatz am Osterbrooksweg in Schenefeld entsteht seit Monaten für zirka zwei Millionen Euro eine große Container-Unterkunft. Bis zu 264    Flüchtlinge könnten dort leben.

Gestern führte Bauamtsleiter Andreas Bothing durch die Räume. Überall wurde noch an Kleinigkeiten gewerkelt und geschraubt. Auch die Möbel in den Containern fehlen noch. 24 Quadratmeter teilen sich künftig zwei Männer. Möglich wäre auch eine Viererbelegung. Dies sei aber vorerst nicht notwendig, erläuterte Bothing.

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) betonte gestern: „Wir wollen nicht voll belegen, wenn wir nicht müssen.“ Es gehe vor allem darum, auf weitere Zuzüge vorbereitet zu sein. Angesichts der Situation in der Türkei könne sich die Zahl der Asylbewerber auch wieder erhöhen, glaubt Küchenhof.

Sukzessiv sollen immer weitere Flüchtlinge Anfang September einziehen. Küchenhof will zudem die Räume mit jeweils zwei Personen belegen. Die Unterkunft soll nur für alleinreisende Männer sein. Frauen und Familien würden weiterhin in anderen Gebäuden in der Stadt untergebracht. Zudem wurde gefragt, wer mit wem in ein Zimmer möchte. Zu Beginn der Flüchtlingskrise sei es nicht möglich gewesen, auf Religion und Ethnien einzugehen, so Küchenhof. Jetzt aber schon. Zunächst sollen 80    Männer dort einziehen, auch die männlichen Flüchtlinge, die in der ehemaligen Post untergebracht sind. Zum Teil seien Flüchtlinge momentan noch in Übergangsunterkünften untergebracht, bei denen der Mietvertrag befristet sei oder dringende Renovierungen anstehen. Schenefeld bleibe aber generell bei der dezentralen Unterbringung und gebe nicht alle anderen Unterkünfte auf. Die Rathaus-Chefin betonte gestern zudem, dass auch die Unterkunft am Osterbrooksweg noch als „dezentral“ gelte.

Küchenhof sei bewusst, dass so viele Männer auf einem Haufen auch Potenzial für Probleme bergen. Dem begegne die Stadt zum einen damit, dass nicht voll belegt wird, zum anderen gibt es eine Ein- und Ausgangskontrolle mit Security, damit niemand reinkommt, der dort nicht hingehört. Auch möglichen Brandanschlägen hat die Stadt vorgesorgt. Brandmeldeanlagen sind vorgeschrieben, damit eine Versicherung das Haus versichert, so Bothing.

Für Dienstag, 30. August, lädt Küchenhof alle Interessierten zum „Tag der offenen Tür“ ein. Von 17 bis 19 Uhr sind die Räume der Unterkunft im Osterbrooksweg 30-32 zu besichtigen. Insgesamt 385 Flüchtlinge leben nach Angaben des Kreises Pinneberg derzeit in Schenefeld. Etwa zwei bis vier kommen wöchentlich dazu.

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erstellt am 12.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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