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Schenefelder Tageblatt

28. September 2016 | 05:26 Uhr

Flip-Flops trotz Eis und Schnee

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Bilder-Präsentation Glücksgriff-Chefin lobt im Juks „enorme Hilfsbereitschaft“ der Schenefelder für Nepal und blickt zurück

Mit einem beeindruckenden Foto-Vortrag im Juks in Schenefeld hat Glücksgriff-Chefin Ingrid Pöhland das Nepal-Projekt zum Abschluss gebracht. Sie informierte über die große Hilfsaktion für die Erdbebenopfer in Nepal. „Sie alle haben dazu beigetragen, dass dieses Projekt gelungen ist“, dankte Pöhland. Der Glücksgriff-Vorstand mit Gerd Fiebig und Birgit Peters habe sie tatkräftig unterstützt.

Das als die tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals geltende Erdbeben ereignete sich im April und Mai 2015. Es starben 8800    Menschen, 22300 wurden verletzt. Hilfe wird weiterhin dringend benötigt.

Beim abschließenden Infoabend im Juks war dann auch kein freier Platz mehr zu bekommen. Die Schenefelder spendeten für das riesige Hilfsprojekt 13  500 Euro, seitens des Glücksgriffs gelang es, 13100    Euro an Spenden aufzubringen. Pöhland und ihr Team gaben für Lagergebühren, Lebensmittel wie Salz und Reis und vor allem für Baumaterial für eine Schule insgesamt 26  600 Euro aus. „Die Gebäude, für die wir das Geld ausgegeben haben, sind fast vollständig errichtet“, informierte Pöhland.

Die Foto-Show gab einen Gesamt-Überblick über das kräftezehrende Projekt. Die zähen Verhandlungen mit den Behörden erwiesen sich als problematisch. Der mit Hilfsgütern beladene Container aus Schenefeld steckte monatelang an der Grenze zu Nepal fest. Pöhland und ihr Team spendeten den noch zu gebrauchenden Inhalt schließlich an eine indische Hilfsorganisation. Aus der Glücksgriff-Kasse mussten dennoch die Lagergebühren in Höhe von 6800    Euro gezahlt werden.

Pöhlands Team flog mehrmals nach Nepal, um den Menschen beizustehen. Die Helfer kauften Grundnahrungsmittel für 200 Schulkinder in einem Bergdorf. „Es war erschreckend, auf welche Armut wir dort gestoßen sind“, sagte Pöhland. „Es gibt im Land viel Kriminalität, die Leute sind ausgehungert.“

Pöhland zeigte dabei zudem Bilder von Kindern und Erwachsenen, die bei frostigen Temperaturen lediglich Flip-Flops trugen. Pöhland und der in Schenefeld lebende Nepalese John Tamang verteilten im Bergdorf Schuhwerk – vor allem an den Nachwuchs. „Einige Kinder standen uns ruhig und leise gegenüber“, informierte die Glücksgriff-Chefin. Sie dokumentierte zudem unmenschliche Arbeitsbedingungen für Frauen in Fabriken.

Die Schenefelderin zeigte ferner Fotos von bis auf die Grundfesten zerstörten Häusern. „Es ist unheimlich, wie viel verwüstet wurde, über 24    000 Klassenzimmer sind dem Erdbeben zum Opfer gefallen“, so Pöhland.

Die Vortragsteilnehmer hatten nach dem Vortrag die Chance, Geld für Schulbücher zu spenden. „Ich habe das Vorhaben gern unterstützt“, sagte Stadträtin Monika Stehr. Die Glücksgriff-Projekte seien seriös und nicht anonym. Sie habe das Projekt intensiv – wie eine nicht genannt werden wollende Spenderin – über die Zeitung verfolgt.




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