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Schenefelder Tageblatt

04. Dezember 2016 | 21:21 Uhr

„Es ist nicht schlimm zu fallen“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Serie Die vierfache deutsche Meisterin Janne Friederike Meyer lebt für den Pferdesport / Selbstkritik gehört zu ihrem Erfolgsrezept

Die Schenefelderin Janne Friederike Meyer (35) lebt für den Sport. Die vierfache deutsche Meisterin im Springreiten berichtet im Interview von ihren Verbindungen nach Schenefeld und ihren Anfängen in Friedrichshulde. Zudem gibt sie Nachwuchsreitern Tipps, um selbstbewusst durchzustarten.

Was verbinden Sie mit Schenefeld?
Viele Jahre war ich mit meinen Pferden in Schenefeld auf der Reitanlage in Friedrichshulde zu Hause und habe direkt über meinen Pferden gewohnt.


Wenn Sie gefragt werden, wo Sie herkommen, sagen Sie Schenefeld oder Hamburg?
Ich bin in Hamburg geboren und in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Schenefeld war viele Jahre ein Zuhause für mich.


Was macht Schenefeld lebenswert?
Es ist eine schöne ruhige Gegend und trotzdem ist man schnell in Hamburg.

Wie kamen Sie zum Reitsport?
Mir war schon früh klar, dass sich mein Leben um Pferde drehen soll. Meine Eltern sind begeisterte Züchter von Holsteiner Pferden und schon während meiner Schulzeit hatte ich Pferde von benachbarten Züchtern in Beritt, die ich zum anschließenden Verkauf auf Turnieren vorstellte. Nach dem Abitur habe ich mich dann mit einem kleinen Turnier- und Ausbildungsstall selbstständig gemacht.


Was sind Ihre ersten Erinnerungen an das Reiten?
Mein erstes Pony hieß Mücke und wir sind gemeinsam durch den Wald galoppiert, sind im Sommer baden gegangen und im Winter Schlitten gefahren. Sie war ein Freund fürs Leben.

Was fasziniert Sie daran?
Ich finde es faszinierend, was für unterschiedliche Persönlichkeiten Pferde haben können und habe riesigen Spaß daran mich tagtäglich auf mein Pferd einzustellen. Mich begeistert besonders, wenn Pferde im Parcours regelrecht „mitdenken“ und für ihren Reiter kämpfen.

Gibt es Schattenseiten?

Als Springreiter ist man fast jede Woche auf internationalen Turnieren unterwegs, da bleibt wenig Zeit für Freunde und Freizeit. Dennoch liebe ich meinen Beruf und versuche an turnierfreien Tagen meine Familie zu sehen.


Wo reiten Sie gern aus?
Im Forst Klövensteen gibt es tolle Ausreitmöglichkeiten. Wenn wir uns im Frühjahr in Spanien auf die Grüne Saison vorbereiten, reite ich besonders gern am Strand.


Hatten Sie auch Rückschläge während Ihrer beeindruckenden Karriere?
Ich hatte und habe immer wieder Rückschläge. Es ist nicht schlimm zu fallen, man muss nur schnell wieder aufstehen.


Was würden Sie Nachwuchsreiterinnen raten?
Jeder zweifelt mal an sich selbst, das geht mir genauso. Ohne Selbstkritik kommt man nicht weiter. Aber gerade, wenn mal etwas schief gegangen ist, ist es wichtig, wieder nach vorn zu gucken und mit neuem Mut weiterzumachen.

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erstellt am 01.Okt.2016 | 10:16 Uhr

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