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Schenefelder Tageblatt

08. Dezember 2016 | 07:06 Uhr

Schenefeld : Die Verwaltung braucht mehr Mitarbeiter

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Aus dem Ausschuss: Ein Bundesfreiwilligendienstler soll die Flüchtlingsarbeit in Schenefeld unterstützen. Viele Stellen sind unbesetzt.

Schenefeld | Ein neuer Betriebselektriker für den Bauhof und eine neue zu schaffende Stelle im Gebäudemanagement sieht der Stellenplan der Stadt Schenefeld für das Jahr 2017 vor. 107 Mitarbeiter sollen dann in der Verwaltung tätig sein – 1,5 mehr als in diesem Jahr. Zumindest auf dem Papier. Denn derzeit sind 95,5 Prozent der Stellen besetzt.

„Der Stellenplan ist genehmigt. Sie dürften jetzt schon mehr Mitarbeiter einstellen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Rüpcke in der Sitzung des Hauptausschusses. „Das würden wir auch gern. Sehr gern“, antwortete Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD). Melf Kayser vom Fachbereich Zentrale Aufgaben erläuterte die Unterbesetzung: „Es ist schwer, gute Mitarbeiter zu finden. Das gilt auch im Bereich der Verwaltung, wo wir in Konkurrenz zu anderen Kommunen stehen.“ Daher seien derzeit 11,5 Stellen frei – wovon eine Stelle als Reservestelle zur Flüchtlingsbetreuung geplant wurde, die aufgrund der gesunkenen Flüchtlingszahlen derzeit nicht besetzt werden müsse. „Wir haben schon einige Verträge unterschrieben und die Stellenbesetzung zum 1. Januar 2017 sieht besser aus als aktuell“, sagte Kayser. Allerdings werde trotz acht geplanter Zugänge die Planung nicht voll ausgeschöpft. „Wir haben auch schon wieder Abgänge zu verzeichnen“, so Küchenhof.

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD).

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD).

Foto: PT
 

Einstimmig entschieden die Mitglieder des Hauptausschusses, dass sich Schenefeld für das befristete Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ bewerben solle. „Dadurch besteht die Möglichkeit, einen Freiwilligen zur Unterstützung in der Flüchtlingsarbeit einzustellen oder einzusetzen“, sagte Küchenhof. Die Aufgaben seien die Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen bei ihrer Unterbringung und Versorgung in Unterkünften. Zudem soll den Asylbewerbern im Bildungsbereich wie Kita und Schule geholfen und eine Begleitung bei Arzt- und Behördengängen ermöglicht werden. „Wenn wir uns um die Stelle bewerben, heißt es nicht, dass wir sie auch bekommen“, sagte Küchenhof und ergänzte: „Die Stelle könnte unter bestimmten Voraussetzungen auch mit einem Flüchtling besetzt werden, der eine Mittlerfunktion übernimmt und als Dolmetscher fungiert.“

Der Hauptausschuss stimmte am Ende dafür, die notwendigen 4000 Euro für die Stelle zur Verfügung zu stellen. „Ein Bufdi ist keine vollwertige Arbeitskraft, aber er kann Aufgaben übernehmen, die Zeit binden“, erläuterte Küchenhof den Ausschussmitgliedern.

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