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Schenefelder Tageblatt

10. Dezember 2016 | 23:31 Uhr

Eine Herzensangelegenheit : Die Tortenkönigin von Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Christine Zornow backt bis tief in die Nacht und träumt von einem eigenen Wohlfühlcafé.

Schenefeld | Die Weihnachtszeit ist da. Neben den leuchtenden Kerzen auf dem Adventskranz und einem heißen Glühwein in der Hand darf eines dabei nicht fehlen: die frischgebackenen Plätzchen. Während viele Hobby-Bäcker nur in dieser Zeit aktiv werden, backt die Schenefelderin Christine Zornow das ganze Jahr hindurch – und begeistert damit Verwandte wie auch Fremde. Ein Buch rund ums Backen hat sie in Planung. Zudem träumt sie von einem eigenen Wohlfühlcafé.

Backen ist die große Leidenschaft der 61-jährigen Schenefelderin. Egal ob Tag oder Nacht, Sonne oder Schnee. Umgeben von dem Geruch von frisch gebackenen Tortenboden und frischer Früchte kann sie sich entfalten. Gebürtig kommt Zornow aus Sachsen-Anhalt. Seit 15 Jahren lebt sie im Norden. „Beim Backen träume ich vor mich hin. Das ist für mich die pure Entspannung“, sagt die gelernte Wirtschaftskauffrau. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie schon mal bis zwölf Uhr nachts in der Kürche steht.

Kontakt zu ihrem Hobby habe sie schon als Kind bekommen. „Ich wurde so erzogen, mir alle Sachen selber zuzubereiten. Es hat mir einfach schon immer Spaß gemacht, neue Dinge auszuprobieren und auf diesem Weg kreativ zu werden“, erzählt Zornow.

Über die Jahre bereitete sie für ihre Kinder, ihren Mann und die restliche Familie immer wieder neue Kreationen zu. „Nach all den Jahren und der ganzen Erfahrung kommt es vor, dass ich über die Weihnachtszeit an die tausend Kekse backe“, sagt die Schenefelderin. „Für meine Torten und Kuchen habe ich mittlerweile eine Art Grundrezept, welches ich je nach Belieben und Anlass ergänzen kann.“ An einem Prinzip hält sie bei der Zubereitung unerschütterlich fest: Alles muss selbst gemacht werden. Vom Boden bis zur Glasur entstehen die Torten und Kuchen in Hand- und Hausarbeit. Für Zornow ganz selbstverständlich. „Wenn man alles selber macht, dann weiß man auch, was man isst“, erklärt sie.

Darüber hinaus backe sie statt mit industriellen, mit natürlichem Zucker aus Birkenrinde und Kokosblüten und setzt auf viel frisches Obst. „So kann man mehr als nur ein Stück essen, ohne einen schweren Magen zu bekommen“, begründet sie schmunzelnd. Nachdem sie von Mecklenburg-Vorpommern nach Schenefeld zog, begannen sich auch Fremde aufgrund von Empfehlungen für die Torten der Hobbykonditorin zu interessieren. Aufträge für Hochzeiten und andere private Veranstaltungen folgten schnell. Positive Rückmeldungen bekam sie dabei sogar schon über Facebook, doch auch Köche und Kellner begeisterten sich für die Kreationen.

Der Entschluss, von dem Hobby, in den Beruf überzugehen, fiel schon vor einigen Jahren. Zuerst über einen Lieferservice für Torten und Kuchen für Anlässe jeglicher Art testete die 61-Jährige, wie ihre Arbeit bei potenziellen Kunden ankommt. Ihr Traum: ein Wohlfühlcafé. Der Weg dorthin stellte sich jedoch als schwieriger heraus als gedacht. Die Bank spielte nicht mit und auch ihr Lieferservice wurde aufgrund der fehlenden Konditorausbildung untersagt.

Christine Zornow präsentiert ihren Katalog mit den süßen Torten-Kreationen.
Christine Zornow präsentiert ihren Katalog mit den süßen Torten-Kreationen. Foto: Knorr
 

Trotzdem blickt sie nach vorn und sagt: „Aufgeben ist nicht so mein Ding. Wenn man für etwas brennt, dann sollte man nicht aufhören, auch wenn es schwer wird.“ Als Wunsch hinter dem Café verbirgt sich, dass sie gern Menschen, die nicht oft zu einem Stück Torte oder Kuchen greifen können oder wollen, eine Möglichkeit bieten will, zu schlemmen.

Darüber hinaus möchte sie einen Ort schaffen, an dem sie sich entspannen können und gut versorgt werden. „Ich möchte, dass der Kunde reinkommt und sich wohlfühlt“, sagt sie. An ihrem Traum hält sie weiter fest und hofft, sich mit einer anderen Bank doch noch zu einigen.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 14:00 Uhr

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