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Schenefelder Tageblatt

04. Dezember 2016 | 13:23 Uhr

Kunstrasen für Schenefeld : Die Politik muss Farbe bekennen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

749.000 Euro soll der Umbau im Stadion Achter de Weiden kosten.

Schenefeld | Ein neuer Fußballplatz für Blau-Weiß 96: Andreas Wilken, Abteilungsleiter Fußball, weist gern darauf hin, das es sich dabei um ein Wahlversprechen der Parteien handelt. Bisher wurde es nicht eingelöst. Ein neuer Fußballplatz ist aber gar nicht nötig – wenn das Stadion Achter de Weiden einen Kunstrasenplatz erhält.

Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Die Politik muss am Dienstag, 3. Mai, im Sportausschuss Farbe bekennen. Die Umwandlung des Rasenplatzes in einen Kunstrasenplatz würde zirka 749.000 Euro kosten. Blau-Weiß macht sich zudem dafür stark, die in die Jahre gekommene Flutlichtanlage, die in den Abendstunden teilweise nicht mehr ausreicht, gleich mit zu erneuern. Für die sechs Masten mit LED-Beleuchtung würden Kosten in Höhe von 128.000 Euro anfallen. Blau-Weiß hat weiter vorgeschlagen, einen Lagerraum für die Tore zu schaffen, der in einem Teilbereich als Kiosk genutzt werden kann. Kosten: 93.000 Euro. Das von Blau-Weiß geschnürte Gesamtpaket schlägt mit 970.000 Euro zu Buche. Der Sportverein geht davon aus, dass er Zuschüsse in Höhe von zirka 270.000 Euro einwerben kann. Kunstrasen: Teuer in der Anschaffung, aber mit einem großen Vorteil: Die Spieler können ihn das ganze Jahr über nutzen, auch bei Wind und Wetter. „Auf dem Sportplatz an der Gorch-Fock-Straße kann fast sechs Monate im Jahr nicht gespielt werden“, macht Wilken den entscheidenden Unterschied deutlich. Blau-Weiß und die Stadt haben Erfahrungen gesammelt. Am Sportzentrum Achter de Weiden waren in der Vergangenheit bereits die Kleinspielfelder in einen Kunstrasenplatz umgewandelt worden.

Kein neuer Fußballplatz – und ein alter, der überflüssig werden würde. Laut Wilken könnte Blau-Weiß auf den Fußballplatz an der Gorch-Fock-Straße verzichten, wenn das Kunstrasenprojekt im großen Stadion realisiert wird. Eine Nachricht, die auch die zum Teil lärmgeplagten Anwohner freuen wird. Blau-Weiß 96 hatte im März 2015 Konzept-Ideen für künftige Sportflächen vorgelegt. In einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe wurde die Sportstättenbedarfsplanung diskutiert und weiter entwickelt.

Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. „Wir benötigen dringend eine weitere Sporthalle“, betont Blau-Weiß-Geschäftsführer Frank Böhrens. Sie könnte an der Blankeneser Chaussee entstehen. In den beiden großen Hallen am Sportzentrum sind die Kapazitäten laut Böhrens nahezu erschöpft.

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erstellt am 29.Apr.2016 | 14:00 Uhr

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