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Schenefelder Tageblatt

03. Dezember 2016 | 12:44 Uhr

Kein Paket-Stau im Dorf : DHL wehrt sich gegen die Chaos-Vorwürfe

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Das Vorgehen bei vermisster Post werde nach Vorschrift durchgeführt.

Schenefeld | Schwierigkeiten bei der Paketauslieferung in Schenefeld Dorf – darüber beschwerten sich Anwohner. DHL setzt dagegen: Laut Pressesprecherin Maike Wintjen gibt es aus Schenefeld nichts Ungewöhnliches zu berichten. Zwar stimmt es, dass kurzfristig ein Fahrer ausgefallen war, aber ein Ersatzfahrer ist längst im Einsatz.

Zum Prozedere bei einer nicht geglückten Auslieferung erklärt sie: „Wenn ein Zustellversuch scheitert und auch kein Ersatzempfänger, zum Beispiel ein Nachbar, gefunden werden kann, dann wird die Sendung zum Abholen für den Empfänger für eine Frist von sieben Werktagen gelagert. Wird sie nicht abgeholt, geht sie zurück an den Absender.“

Es gebe hingegen keinen Grund, Pakete im Verteilerzentrum zu behalten, denn sie sind nur Durchgangsposten und täglich kommen viele neue hinzu. 3,9 Millionen Sendungen hat DHL jeden Tag im System, so Wintjen. Wenn da ein Fehler passiert, dann gibt es für diesen Fall genaue Regelungen. Der Kunde muss sich an den Kundenservice wenden und braucht dafür die Informationen, was er wann und wo aufgegeben hat, sowie den Einlierferungsbeleg, der aufbewahrt werden muss. Einen Identcode für die Nachverfolgung haben jedoch nur Pakete, keine Päckchen, und den findet der Kunde auf seinem Beleg. Denn der Kunde ist der Absender, nicht der Empfänger. „Der Sender ist unser Vertragspartner und nur der kann mit den entsprechenden Daten nach dem Paket suchen lassen.“ Es sei denn, er tritt seine Ansprüche an den Empfänger ab. Einen solchen Nachforschungsantrag findet der DHL-Kunde auf der Internetseite zum Download. Dieser kann gestellt werden, wenn der Verbleib des Pakets nach etwa zehn Tagen immer noch ungeklärt ist. Der Kundenservice prüft anschließend den Sachverhalt.

Diesen Weg zu gehen ist nach Wintjen wichtig, denn so könne DHL bei Bedarf nachbessern und nur so ließe sich die Haftung eindeutig klären. „Das macht das Unternehmen dann auch“, sagt sie. „Gibt es ein Problem, werden wir selbstverständlich regulieren.“

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erstellt am 01.Aug.2016 | 16:10 Uhr

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