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Schenefelder Tageblatt

07. Dezember 2016 | 15:39 Uhr

Kinder dürfen die Kirche entern : Der neue Diakon will die Kinder begeistern

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Seit Juni hat die Stephanskirche einen neuen Diakon, der möchte nun mehr Kinder für den Gottesdienst begeistern.

Schenefeld | Eine Kirche nur für Kinder, das ist neu bei der Schenefelder Stephanskirche. Am kommenden Sonnabend, 17. September, startet die Kinderkirche. Initiiert hat sie der Diakon Daniel Kiwitt. Der 37-Jährige arbeitet seit Juni bei der Gemeinde. „Das ist eines meiner ersten größeren Projekte hier“, sagt der Wedeler. Einmal im Monat soll künftig Kinderkirchen-Zeit sein. Der Diakon hat eigens dafür eine Fahne bedrucken lassen, die dann über dem Eingang der Stephanskirche, Hauptstraße 39, hängen wird. Mit dabei sein dürfen am Sonnabend Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Was bedeutet eigentlich das Wort Diakon? Es stammt aus dem altgriechischen und lässt sich mit „Diener“ oder auch „Helfer“ übersetzen. Diakone waren ursprünglich Gehilfen der Apostel zur Verwaltung des gemeinsamen Vermögens und zur Leitung der gemeinsamen Mahlzeiten. In der evangelischen Kirche, wie beispielsweise der Schenefelder Stephanskirche, ist die Arbeit des Diakons an der Schnittstelle zwischen Verkündigung und Sozialarbeit angesiedelt.

Was die Jungen und Mädchen erwartet? Zunächst einmal gibt es einen Begrüßungskreis im Alttarraum. Danach folgt eine Geburtstagsrunde. „Wer in den Sommerferien oder danach Geburtstag hatte, bekommt ein kleines Geschenk“, verspricht Kiwitt. Gemeinsam werden ein Geburtstagslied gesungen und Kerzen angezündet. Danach soll es jeweils um ein biblisches Thema gehen. Am Sonnabend heißt es: Das Gleichnis vom großen Fest. „Das Motto lautet: Wir feiern heut ein Fest. Herein, herein wir laden alle ein“, so Kiwitt. „In der Bibel wird schließlich auch schon gefeiert“, erklärt er. Dann geht es für die Jungen und Mädchen gemeinsam ins Gemeindehaus. „Wir werden das ganze Gebäude in Anspruch nehmen“, verrät der Diakon.

Im Gemeindehaus gegenüber der Stephanskirche teilen sich die Kinder in verschiedene Gruppen auf. Passend zum Thema des Gottesdienstes werde von einer Gruppe die biblische Geschichte des Festes eingeübt. Eine zweite Gruppe werde Plätzchen backen und den Tisch dekorieren und eine dritte Gruppe werde einen Tanz einüben. Danach soll gemeinsam getanzt, gegessen und gesungen werden. Um 12 Uhr endet die Veranstaltung. „Dann können die Eltern ihre Kinder abholen. Oder sie schauen schon vorher zu“, so Kiwitt.

Gottesdienste für bestimmte Zielgruppen

Kiwitt ist seit Juni der neue Diakon der Stephanskirche. Der Posten war vor ihm unbesetzt. Er möchte weitere Angebote für Kinder und Jugendliche schaffen und initiiert gerade auch einen Familien- sowie einen Jugendlichengottesdienst.

„Ich bin überzeugt davon, dass man Gottesdienste für bestimmte Zielgruppen braucht“, sagt Kiwitt. Die Kirche an sich betrachtet er als Dienstleister. „Und mehr als das. Sie ist ein Teil der Kultur und Tradition und es liegt an uns sie lebendig zu halten. Sie bekommt so nur ihre Gültigkeit“, so Kiwitt.

Und warum sollten Kinder heutzutage denn überhaupt noch in die Kirche gehen? „Kinder entdecken die Welt auf ihre ganz eigene Art. Man muss ihnen auch nicht viel vom Glauben erzählen, sie haben einen natürlichen Glauben“, antwortet der Diakon.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 13:00 Uhr

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