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Schenefelder Tageblatt

08. Dezember 2016 | 12:59 Uhr

Zehn Tonnen Kies für die Düpenau : Der Nabu sucht Unterstützung für den Bachaktionstag

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Beim diesjährigen Bachaktionstag am Sonnabend, 8. Oktober, werden zu Land und zu Wasser wieder viele Helfer gebraucht.

Schenefeld | Zehn Tonnen Kies sollen in die Düpenau geschüttet werden. Beim diesjährigen Bachaktionstag am Sonnabend, 8. Oktober, werden zu Land und zu Wasser wieder viele Helfer gebraucht. Denn der Naturschutzbund (Nabu) Schenefeld / Halstenbek führt sein Renaturierungsprojekt fort, die Düpenau soll wieder ein natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Fische werden. Bereits zum vierten Mal organisiert der Nabu den Aktionstag.

Die Düpenau ist der Ortsgruppe eine Herzensangelegenheit. Seit 2014 hat sie daher auch die Patenschaft für das Gewässer übernommen. Ihr Ziel: Die naturnahe Gestaltung auf Schenefelder Gebiet. „Wir wollen die ehemalige Struktur des Gewässers in Teilen wieder so herstellen, wie es vor 50 Jahren war“, sagt Peter Dahms vom Nabu Schenefeld/Halstenbek. Beim Aktionstag werden die Teilnehmer unter Anleitung von Lars Panzer vom Nabu Hamburg Kies im Bach verteilen. „Es sind neun Tonnen feinkörniger und eine Tonne grobkörniger Kies geordert“, sagt Dahms. Treffpunkt ist um 10 Uhr der Robinson Spielplatz an der Altonaer Chaussee in Schenefeld.

Warum eigentlich so viel Kies? Die Düpenau gleicht an vielen Stellen einem Kanal – das soll sich ändern. Mit den kleinen Steinen wird das Bachbett eingeengt, die Strömung positiv beeinflusst. „Pflanzen wie zum Beispiel der Wasserstern können sich dann wieder ansiedeln, weil sie dadurch genug Halt haben“, erklärt Dahms. Auch die Bachflohkrebse fühlen sich dann wieder wohl. „Sie finden dann genügend Unterschlupf“, erklärt Dahms.

Mittlerweile investiert auch die Stadt Schenefeld in den ökologisch wertvollen Lebensraum Düpenau. Ein Pflege- und Entwicklungskonzept für den Gewässerabschnitt zwischen dem Helmut-Schack-See und dem Regenrückhaltebecken Friedrichshulde wurde erstellt. Die Umsetzung soll noch dieses Jahr beginnen. 30.000 Euro stehen dafür als Investitionssumme bereit.

Jenseits der Stadtgrenze

Und auch jenseits der Stadtgrenze zu Hamburg fließt die Düpenau. Dort veranstaltet der Nabu Hamburg bereits am Sonnabend, 24. September, einen Bachaktionstag in der Nähe des Helmut-Schack-Sees. „Das Bachbett ist streckenweise immer noch zu breit und monoton. Wir wollen ein durchströmtes Niedrigwasserprofil schaffen, in dem sich anspruchsvollere Bachbewohner wohlfühlen“, erklärt Carsten Heidelmann vom Nabu Hamburg. „In Trockenphasen führt die Düpenau oft und über längere Zeiträume wenig Wasser. Das vorhandene Wasser wollen wir auf den wirklich durchströmten Bereich konzentrieren.“

Wer beim Bachaktionstag an der Düpenau in Schenefeld mitmachen möchte, meldet sich beim Gruppenleiter Stefan Friedrich. Wer Interesse an der Veranstaltung auf Hamburger Stadtgebiet hat, meldet sich bei Lars Panzer unter Telefon 040-69708926 oder per E-Mail an panzer@nabu-Hamburg.de.

Die Nabu-Gruppe Schenefeld/Halstenbek trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Schenefelder Sportzentrum Achter de Weiden. Der Nabu kümmert sich unter anderem um die Kontrolle von Fledermauskästen, Mäharbeiten auf der Feuchtwiese und die Nistkastenkontrolle. Die Gruppenleitung hat Stefan Friedrich inne. Er ist zu erreichen unter Telefon 040-85322851 und per E-Mail an stefan.friedrich@nabusch.de.
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