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Schenefelder Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:43 Uhr

Sportabzeichen : Ausgezeichnete Sportskanonen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Uwe Hahn, Abteilungsleiter der Leichtathletik von Blau-Weiß 96, ehrt 127 Absolventen. Geringere Teilnahme als im Vorjahr.

Schenefeld | Gemütlich-sportliches Beisammensein im Lustis 53,6. Die Sportler der Leichtathletikabteilung haben erstmals ihr Sportabzeichen im neuen Szenetreff in der Industriestraße veranstaltet. Der Leiter der Leichtathletiksparte Uwe Hahn freute sich über die rege Beteiligung. Die stellvertretende Bürgervorsteherin Katrin von Ahn-Fecken schaute vorbei, um die Leistung der 127 Sportabzeichen-Ableger zu würdigen. „Es handelt sich hier um eine persönliche Auszeichnung für überdurchschnittliche Fitness“, betonte sie. Das Abzeichen sei etwas„Einzigartiges“ und gleichzeitig „ein ganz persönlicher Besitz“. „Es wird deshalb nie langweilig, sich den Herausforderungen jedes Jahr aufs Neue zu stellen“, sagte Ahn-Fecken. Sie betonte zudem, dass das Sportabzeichen Gemeinsamkeiten zwischen den Generationen stifte.

Das in Gold, Silber und Bronze erhältliche Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Es ist die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports und wird als Leistungsabzeichen für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit verliehen. Die zu erbringenden Leistungen orientieren sich an den motorischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Das Spektrum der Sportarten umfasst Leichtathletik, Schwimmen, Geräteturnen und Radfahren.

Hahn bedankte sich besonders bei den ehrenamtlichen Prüfern. Sie befänden sich von Mai bis Oktober im unermüdlichen Einsatz. Die Ehrenamtlichen opfern während der Prüfungszeit jeden Montag zwei Stunden ihrer Zeit, um den ambitionierten Athleten die Abnahme zu ermöglichen. Der Spartenleiter hob während der Prüfung das Autohaus Elbgemeinden wie die Sparkasse Südholstein als Sponsoren für Erwachsene wie Kinder hervor. „Ohne derartige Sponsoren könnten wir die Prüfungskosten nicht finanzieren“, stellte Hahn klar.

Er bedauerte, im Jahr 2016 weniger Prüfungen abgenommen zu haben als im Vorjahr. Er ehrte noch im vergangenen Jahr 150 Sportler. „Möglicherweise liegt es daran, dass viele Kinder noch nicht schwimmen können“, vermutete Hahn. Einige der Mädchen und Jungen, die nicht schwimmen können, hätten zwar teilgenommen, erhielten aber noch keine Urkunden. Wie Prüfer Jürgen Bötticher hofft Hahn, dass die Abnahme im kommenden Jahr wieder steigt. „Es handelt sich beim Sportabzeichen um eine Aktivität für die ganze Familie“, so Bötticher. Die Eltern müssten nicht nur am Rand stehen, sondern alle könnten sich sportlich betätigen.

Die ehrenamtliche Prüfer waren von von Mai bis Oktober im Einsatz für das Sportabzeichen.
Die ehrenamtliche Prüfer waren von von Mai bis Oktober im Einsatz für das Sportabzeichen. Foto: Heiderhoff
 

Jürgen Bötticher nimmt bereits seit 24 Jahren Prüfungen ab. „Ich freue mich immer, wenn die Teilnehmer ihre Ziele erreichen“, so der Blau-Weiße. Besonders schön sei es, wenn die Kinder nach wochenlangem, stetigen Üben erfolgreich abschnitten. Prüferin und Leistungssportlerin Marion Hahn („Iron Man“) engagiert sich vor allem gern, um Menschen zum Sport zu motivieren. „Bewegung hält Geist und Körper jung“, betonte die Athletin. Die Leistung dreier Teilnehmer (Gold-Abzeichen) hob Hahn am Sonntagnachmittag besonders hervor. Dazu gehörten Hans-Joachim Wilhelm (81), Brigitte Speerschneider sowie Anke Kircher-Kruse (35 Abzeichen). Der 81-jährige Wilhelm hatte die Prüfung 16-mal abgelegt, Brigitte Speerschneider war bereits zum 34. Mal angetreten. Auch Speerschneiders Gatte war erfolgreich. Der 78-Jährige legte die Prüfung diesmal bereits zum 46. Mal in Schenefeld ab.

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