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Schenefelder Tageblatt

08. Dezember 2016 | 13:07 Uhr

Einmal Metropole und zurück : Anne Imig unterrichtet beim Kunsthaus

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die 38-Jährige arbeitet bereits seit 2004 als Kursleiterin und Organisatorin im Kunsthaus.

Schenefeld | Schwimmende Delphine drehen sich umeinander. Seesterne und bunte Fische umgeben die Zahnwale. Malbegeisterte Kinder haben die Säugetiere liebevoll gezeichnet. Anne Imig (38), Dozentin im Kunsthaus Schenefeld, gibt ihren Schülern Tipps, um die stromlinienförmigen Körper exakt zu zeichnen. Die 38-Jährige arbeitet bereits seit 2004 als Kursleiterin und Organisatorin im Kunsthaus.

„Ich persönlich finde, dass es nichts Sinnvolleres gibt, als wenn man Dinge, die einem persönlich wichtig sind, an junge Menschen weitergibt“, erläutert die Dozentin. Die Illustratorin bezeichnet die Malerei „als eine besondere Art, sich auszudrücken“, und eine „Bereicherung in ihrem Leben“.

Bevor Anne Imig am Kunsthaus durchstartete, durchlief sie eine künstlerische Ausbildung in London. Mit ihrer bei Kunsthaus-Chefin Marianne Elliott-Schmitz entworfenen Mappe hatte sie sich erfolgreich am Central Saint Martins College in London beworben. „Es handelt sich um eine wahnsinnig spannende Stadt im kreativen Bereich“, schwärmt die Illustratorin mit Abschluss Magister Artium.
Anne Imig genoss an der Universität eine kreative Ausbildung: Bildhauerei, Textildesign, Fotografie, Malerei und Grafikdesign gehörten zum belegten Spektrum. „Die Zeit in London hat mich künstlerisch und menschlich geprägt“, erläutert Imig. Sie empfand besonders die vielen internationalen Kontakte als bereichernd. „Chinesen, Japaner und Skandinavier haben im künstlerischen Bereich jeweils eine ganz andere Ästhetik“, beobachtet die Illustratorin.

Sie kehrte nach sechs Jahren Studienzeit zurück. „Auch wenn die Zeit künstlerisch sehr bereichernd war, wohnten einzelne Freunde weit verteilt in der Stadt“, erinnert sich die Dozentin. Es sei beispielsweise nicht möglich gewesen, sich „spontan auf einen Kaffee zu treffen“. Sie musste damals allein für den Weg von von ihrer Wohnung zur Universität zwei Stunden Fahrzeit in Kauf nehmen.

Nachdem Imig nach Deutschland zurückgekehrt war, arbeitete sie vorerst als Graphik-Designerin bei einem Verlag. Doch schon schnell nahm ihre ehemalige Lehrerin Marianne Elliott-Schmitz zu Anne Imig Kontakt auf. „Sie fragte an, ob ich mir nicht vorstellen könnte, in einem Team zu arbeiten“, erinnert sich die Mutter von Casper (2). Imig ließ sich nicht lange bitten. Sie begann mit ihrer Tätigkeit als Organisatorin und Dozentin. Die Illustratorin realisierte schnell, dass es sich bei der Arbeit im Kunsthaus um eine „sehr sinnstiftende Tätigkeit“ handelt. Dies gelte auch, wenn sich „kleine Menschen“ von ihrer „anstrengenden“ Seite präsentierten. Dies sei bei kreativen Kindern bisweilen schon mal der Fall. „Es ist toll, wenn man sieht, dass die Kinder für sich eine Ausdrucksform gefunden haben“, so die Dozentin.

Die leidenschaftliche Mutter hat derzeit kaum Zeit, ihre Werke auf Ausstellungen zu präsentieren. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf der künstlerischen Früherziehung – und hier speziell auf Ferienkursen. Imig legt viel Wert darauf, den Kindern das erforderliche künstlerische Handwerk zu vermitteln. „Wenn man die Technik von der Pike auf gelernt hat, fällt es leichter, sich von der Vorlage zu lösen und etwas Eigenes zu machen“, weiß Imig. Die 38-Jährige ist aktuell froh, „Arbeit, Kinder und Haushalt“ unter einen Hut zu bringen. Für weitere Hobbys bleibe keine Zeit.

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