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Quickborner Tageblatt

24. März 2017 | 15:02 Uhr

Zeppelin-Kita soll Ende 2017 öffnen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Sozialausschuss Einrichtung wird acht bis zehn Jahre lang bestehen, um eine Bedarfsspitze abzufangen / Eltern ungeduldig

Die Stadt will in diesem Jahr zwei neue Kitas eröffnen: im August oder September unter der Trägerschaft der Anerkannten Schulgesellschaft (ASG) an der Feldbehnstraße und im November oder Dezember unter Leitung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Zeppelinstraße. Carsten Möller, Leiter des Rathausfachbereichs Kindertagesstätten, stellte während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses die Pläne für die letztgenannte Einrichtung vor.

Sie soll Platz für drei Krippengruppen à zehn Kinder, drei Elementargruppen à 20 Kinder und zwei Hortgruppen à 15 Kinder bieten. Die Gebäude sollen acht bis zehn Jahre lang als Kita betrieben werden, da der Bedarf nach einer Spitze in den Jahren 2025/26 abflauen soll. Das ergibt sich aus dem Gutachten zur „Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung der Stadt Quickborn bis zum Jahr 2030“. „In den drei Kitas in Quickborn-Heide wird es dann freie Kapazitäten geben“, so Möller.

Er erläuterte, dass die Stadt nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens Ende Mai oder Anfang Juni einen Vertrag mit der Firma Zeppelin Baumaschinen abschließen wird. Als Eigentümerin des Grundstücks wird sie die Kita bauen.

Die Kita soll ebenerdig aus Holzmodulen errichtet werden. Zwei L-förmige Flügel sollen ein Quadrat bilden. Die Spielflächen sollen im Innenhof liegen. Christine Scholz, Leiterin des Awo-Fachbereichs Kitas für den Kreis Pinneberg, betonte: „Das sieht innen wie eine normale Kita aus.“ Die Kinder sollen Gruppen zugeordnet werden. Diese Struktur soll für Projekte aufgelöst werden. Sobald die Bauplanung steht, will sie Personal suchen. „Das wird noch eine Hürde sein, Mitarbeiter zu finden“, befürchtete sie.

Mit den neuen Einrichtungen wird die Stadt die Zahl der Krippenplätze in Kitas und bei Tagesmüttern von 183 auf 253 erhöhen. Sie kann damit den Betreuungsbedarf der Null- bis Dreijährigen zu 45 Prozent und der Ein- bis Dreijährigen, die einen Krippenplatzanspruch haben, zu 67 Prozent decken. „Damit sind wir gut aufgestellt“, sagte Möller.

Die Zahl der Elementarplätze soll von 573 auf 713 wachsen und damit den Bedarf abdecken. Noch fehlen 30 Hortplätze. Der Bildungsausschuss sollte gestern entscheiden, ob er den Verein Betreuungsschulen um die dauerhafte Einrichtung zwei weiterer Gruppen an der Waldschule in Containern oder einem Anbau bittet. Die Kitaleitungen werden am 17. März Zu- und Absagen verschicken. Wer eine Absage für einen Hortplatz erhalte, komme in der Waldschule unter, so Möller.

Fast 40 Eltern verfolgten die Sitzung. Eine Mutter fragte, ob der Geschwisterrabatt auch gelte, wenn ein Kind eine Kita und das andere eine Hortgruppe an der Waldschule besuche. Möller arbeitet an einer Lösung. Ein Vater beschwerte sich, dass die Kita zu spät gebaut werde. Die Ausschussvorsitzende Annabell Krämer (FDP) betonte, dass der Bedarf langfristig nicht absehbar war. Die Stadt werde aber demnächst pro Jahr sieben Millionen Euro für die Kitas ausgeben.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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