zur Navigation springen

Quickborner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 23:08 Uhr

Quickborn : Wie aus Kekshunger ein Comic wird

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Lehrer der Comenius-Schule boten Projektwoche mit 32 Kursen an / 21 Schüler lernten das Zeichnen

Lucas hat durch seine Lehrerin ein neues Hobby entdeckt. „Ich habe vorher noch nicht gezeichnet, aber jetzt habe ich Lust dazu“, sagte der 15-jährige Neuntklässler der Comenius-Schule in Quickborn gegenüber dieser Zeitung.

Auf den Geschmack kam er während der jüngsten Projektwoche. Gesche Schnee bot erstmals den Kursus Comiczeichnen an. Kunst gehört zwar nicht zu den Fächern der Lehrerin für Mathematik und Naturwissenschaften. Ein besonders Hobby, das sie als Projekt anbieten könnte, betreibe sie zurzeit auch nicht. „Aber ich habe früher selbst viel gezeichnet“, sagte sie. 21 Schüler der Jahrgänge 5 bis 9 ließen sich von ihr begeistern und tauchten für vier Tage in eine andere Welt ein.

Zu Anfang zeichneten sie Strichmännchen. Dann konzentrierten sie sich auf Hände, Gesichter und die Körperhaltung. „Wir haben die Bewegungen von Menschen gezeichnet“, berichtete Celine. Als die 15-Jährige eine fliegende Figur malte, kam ihr die Idee für eine Geschichte. In sechs Bildern erzählte sie den Traum eines Hundes, der sich auf der Suche nach einem neuen Herrchen mit einem Flaschengeist anfreundet.

Anna musste immerzu an das Cookie-Eis in ihrem Kühlschrank denken. Dabei entstand die Geschichte eines Babys, das dreimal vergeblich versucht, auf den Tisch der Eltern zu gelangen und sich an einem Keksteller zu bedienen. Mit einer Leiter gelingt es ihm schließlich.

Lucas zeichnete, wie der Superheld Hawkman seinen Gegner Cogner Billy überwindet. In Steves Comic wird ein Mann beim Einkaufen erschossen. Die Polizei schnappt aber den Täter.

„Vielen fiel es schwer, eine Idee zu entwickeln, aber einige haben runde Geschichten gezeichnet“, berichtete Schnee. Sie wollte den Schülern mitgeben, wie wichtig es ist, bereits vor Beginn der Arbeit eine Idee für das Ergebnis zu entwickeln. Steves Fazit: „Es ist schwer und braucht Mühe und Konzentration.“ Doch Navid betonte: „Es macht schon Spaß.“

Die Lehrer boten 32 Projekte unter dem Motto „Wie funktioniert eigentlich  .  .  .  ?“ an. Die Schüler probierten sich zum Beispiel in Akrobatik, Angeln, Basketball und Bodenkür aus, banden Bücher, bastelten Flugkörper, stickten, lernten das Babysitting und das Golfspielen, arbeiteten sich in die Software Photoshop ein, bildeten eine Musikband, erkundeten das Himmelmoor und kochten nach Rezepten aus fernen Ländern. Viele erlebten, was Schnee als Ziel ihres Kurses formulierte: „Es ist mir wichtig, dass die Schüler Spaß und außerhalb der Fächer Erfolgserlebnisse haben.“

zur Startseite

von
erstellt am 22.Jul.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen