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Quickborner Tageblatt

22. März 2017 | 23:24 Uhr

Fast 500.000 Euro kosten : Waldschule: Der Ausschuss zögert mit „Ja“ zum Anbau

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Neue Räume sollen fast 500.000 Euro kosten. SPD bezweifelt den Sinn, da die Einrichtung ab 2022 grundsaniert wird.

Quickborn | Die Quickborner SPD ist skeptisch: In fünf Jahren will die Stadt mit einer Grundsanierung der mehr als 50 Jahre alten Quickborner Waldschule beginnen. Sie hat dafür Ausgaben in Höhe von fast 1,3 Millionen Euro in ihrer mittel- und langfristigen Finanzplanung vorgemerkt. Bis Herbst soll aber ein fast 270 Quadratmeter großer Anbau für etwa 460.000 Euro errichtet werden, um ein Lehrerzimmer, eine Mensa und Räume für 30 fehlende Hortplätze zu schaffen. Wie berichtet, hatte der Bildungsausschuss dem Projekt zugestimmt.

Lohnt sich solch eine Investition für die überschaubare Nutzungsdauer? Der SPD-Ratsherr Gerhard Teepe sagte während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für kommunale Dienstleistungen: „Ich habe Bauchschmerzen damit, 500  000 Euro auszugeben und dann wird es abgerissen.“ Er plädierte dafür, den Anbau in das Gesamtkonzept der Grundsanierung aufzunehmen. Aus Sicht der Verwaltung ist das aber nicht machbar. Helge Maurer, Leiter des Rathausfachbereichs Liegenschaften, betonte: „Wir bauchen locker zwei bis drei Jahre von der Planung bis zur Durchführung.“ Der Bildungsausschuss habe aber signalisiert, dass die Räume früher benötigt werden. Maurer rechnt zudem damit, dass der Anbau fünf bis zehn Jahre lang genutzt werde. Sollten Container zum Einsatz kommen, wäre deren Lebensdauer dann ausgereizt.

Bei der Ausschreibung will Maurer den Bietern die Wahl lassen, ob sie eine Lösung mit Containern oder in Leichtbauweise vorschlagen. Er werde die Entscheidung anhand des Preises treffen. Wenn sich die Politik auf Container oder eine Leichtbauweise festlegen wolle, müsse sie das vor Beginn der Ausschreibung beschließen. Teepe schlug eine gemeinsame Sitzung des Ausschusses für kommunale Dienstleistungen und des Bildungsausschusses vor, um darüber zu beraten. Der als Gast geladene Bauingenieur Ralph Petereit betonte aber: „Sie bekommen das in dieser Größenordnung nicht viel günstiger.“ Nur mit einzeln stehenden, einfachen Containern ließen sich etwa 100  000 Euro sparen. Maurer zufolge verlangt die Bauaufsicht aber den Einsatz sogenannter Premiumcontainer, die die Vorgaben des Brandschutzes und der Energieeinsparverordnung erfüllen. Die Behörde erlaube der Stadt auch nicht die Nutzung der Container der Montessori-Schule, die nach einem geplanten Umzug in einen Neubau ab Herbst nicht mehr gebraucht werden. Der Ausschuss vertagte die Beschlussfassung.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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