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Quickborner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 12:42 Uhr

Vier Führungskräfte verlassen Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

wechsel Ralf Gercken wird stellvertretender Geschäftsführer von Kommunit

In der Führungsebene des Quickborner Rathauses dreht sich das Personalkarussell bald mehrfach. Ralf Gercken (Foto), Leiter des Fachbereichs „Team Strategie-Management“, wird stellvertretender Geschäftsführer des IT-Zweckverbands Kommunit mit Sitz in Quickborn und Geschäftsstelle in Elmshorn. Die Einrichtung betreibt die Computer-Infrastruktur des Kreises Pinneberg, der Städte Quickborn und Barmstedt, des Amts Rantzau und der Gemeinde Kronshagen.

Gercken teilte auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass die Stadt Quickborn ihn seit 1. Oktober zu 40 Prozent zu Kommunit abgeordnet habe. Dadurch könne er in der Eulenstadt noch Projekte abschließen, an seinem neuen Arbeitsort aber schon tätig werden. Ab Januar werde er vollständig nach Elmshorn wechseln. Er bleibt aber Beamter der Stadt Quickborn und damit auch Teil ihres Stellenplans. „Kommunit hat keine Dienstherrenfähigkeit“, erläuterte Jochen Lattmann, Sprecher der Stadtverwaltung. Zu Deutsch: Die Firma kann keine Beamten beschäftigen. „Wir bekommen die Kosten aber vom Zweckverband erstattet“, sagte Lattmann.

Gercken lernte einst das Elektrohandwerk, schlug beim Kreis Pinneberg die Verwaltungslaufbahn ein und arbeitet seit 1987 bei der Stadt Quickborn. Bei Kommunit wird der 58-Jährige Aufgaben im E-Government, der Schul-IT, der Kundenbetreuung und der Verwaltung übernehmen.

Gercken hat maßgeblich die anstehende Sanierung samt Umbau des Schulzentrums-Süd in Quickborn sowie der Peter-Lunding-Schule in Hasloh geplant. Die FDP-Fraktionsvorsitzende Annabell Krämer betonte hinsichtlich des Quickborner Projekts gestern auf Anfrage unserer Zeitung: „Sofern der unsägliche Umzug der Goethe-Schule [in das Schulzentrum, die Red.] kommen muss, muss der Bürgermeister sicherstellen, dass es keine Verzögerung bei der Projektrealisierung gibt. Denn die Zustände an der Goethe-Schule sind untragbar.“

Gercken stellt nicht die einzige Personalie des Rathauses dar, die sich in nächster Zeit ändern wird. Wie berichtet, beschloss die Ratsversammlung während ihrer jüngsten Sitzung, Gerckens Team im Jahr 2017 mit der Rechtsabteilung zusammenzulegen. Deren Leiter Ulrich Knees (Foto) ist bereits pensioniert. Wie in einer Beratungsvorlage des Hauptausschusses zu lesen ist, beginnt sein Ruhestand zwar zum 1. Januar 2017, aufgrund von Urlaubszeiten und Überstunden faktisch aber bereits zum 1. Oktober. Der zusammengelegte Fachbereich soll „Recht und Grundsatzangelegenheiten“ heißen. Dessen Leitung schreibt die Stadt nach Auskunft von Georg Putz (Foto), Leiter des Fachbereichs Interne Dienste, in Kürze zum 1. Januar aus. Bewerben können sich Juristen und Verwaltungsbeamte. Zum selben Datum will die Stadt eine weitere Stelle schaffe, um die Lücke durch Gerckens Weggang überwangsweise bis 2018 zu füllen. Wenn dann Putz in den Ruhestand geht, soll auch dessen Abteilung dem neuen Fachbereich zugeschlagen werden, der dann „Recht und Verwaltungsservice“ heißen soll.

Darüberhinaus wird Friederike Lattmann (Foto), Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung, zum 1. September 2017 in den Ruhestand gehen. Zudem verlangte der Hauptausschusses im Mai eine Auskunft, ob das Rathaus bereits den „zu erwartenden Weggang der Leitung des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung“ berücksichtigt habe, besetzt mit Helga Lohse. Die Verwaltung traf dazu keine Aussage. Damit werden bis 2018 mindestens vier von 14 Fachbereichsleitern das Rathaus verlassen.

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erstellt am 15.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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