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Quickborner Tageblatt

02. Dezember 2016 | 19:14 Uhr

Im Kreisgebiet sind Telefonbetrüger unterwegs : Sie geben sich als Kriminalbeamte aus

vom

Allein bei der Polizei in Schenefeld sind in den letzten Tagen acht Versuchsfälle angezeigt worden, bei denen Betrüger die Anrufer mit dem „Enkeltrick“ um ihr Erspartes bringen wollten.

In Quickborn und Umgebung sind Telefontrickbetrüger unterwegs. So täuschte am Montag ein Betrüger einer 73-jährigen Frau vor, dass er Kriminalbeamter sei. Der Betrüger teilte der Angerufenen aus einem Dorf in der Nähe von Bad Bramstedt mit, dass eine Verbrecherbande ihr Konto gehackt habe. Wenn sie nicht umgehend das Geld von ihrem Konto abhebe, würden Kriminelle eben dieses leerräumen. Die Angerufene ließ sich durch die professionelle Gesprächsführung so beeinflussen, dass sie sich zweimal einen vierstelligen Bargeldbetrag von ihrem Geldinstitut auszahlen ließ. Das abgehobene Geld hinterlegte sie, wie vom Anrufer gewünscht, an einem Ort unweit ihrer Wohnanschrift. Der Anrufer habe ihr eingeredet, dass die polizeilichen Ermittlungen absolut vertraulich sind und sie auf keinem Fall mit irgendjemanden über die Sache sprechen dürfe. Am gestrigen Tage wurde die Geschädigte misstrauisch und informierte die Polizei.

Bestehen Zweifel an der Echtheit des Anrufers, sollte man sich Name und Dienststelle notieren, das Gespräch beenden und die örtliche Polizei informieren.

Auch eine 83 Jahre alte Frau sollte Opfer des Betrugs werden. In diesem Fall kam es aber nicht zu einer Geldübergabe, da Bankangestellte skeptisch wurden und die kontobevollmächtigte Angehörige informierten.

Allein bei der Polizei in Schenefeld sind in den letzten Tagen acht Versuchsfälle angezeigt worden, bei denen Betrüger die Anrufer mit dem „Enkeltrick“ um ihr Erspartes bringen wollten. Die Polizei weist darauf hin, niemals telefonisch Fragen zu Vermögensverhältnissen, Passwörtern oder Kontodaten zu beantworten. Weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei würden solche sensiblen Daten am Telefon erfragen. Die Telefonnummern der Angerufenen erlangen Betrüger häufig über den Telefonbucheintrag. Daher sollte in derartigen Einträgen der Vorname gegebenfalls abgekürzt und die Anschrift nicht erwähnt werden. Die Betrüger verfügen über technischeMöglichkeiten, eine falsche Telefonnummer im Display des Angerufenen erscheinen zu lassen. Bestehen Zweifel an der Echtheit des Anrufers, sollte man sich Name und Dienststelle notieren, das Gespräch beenden und die örtliche Polizei informieren.

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erstellt am 29.Sep.2016 | 14:47 Uhr

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