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Quickborner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 09:07 Uhr

Schulleiterin will nicht mitumziehen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Wechsel Silke Binger hat sich verabschiedet

Die Leiterin der Quickborner Goethe-Schule, Silke Binger, wechselt nach Wedel an die Albert-Schweitzer-Schule (ASS). Gestern verabschiedete sie sich von Schülern, Eltern und Kollegen.

Als Grund nannte Binger das Festhalten der Quickborner Ratsversammlung an dem Plan zur Umquartierung ihrer Grundschule in das Schulzentrum-Süd, in dem das Elsensee-Gymnasium (ESG) untergebracht ist. „Ich kann diesen Umzug nicht mehr nachvollziehen“, sagte die 45-Jährige. Nachdem die Politik den Wechsel vor neun Jahren entschieden hatte, habe zwar sowohl die Stadt als auch ESG-Leiter Michael Bülck sie an sämtlichen Entscheidungen beteiligt. „Aber in dieser Zeit haben sich die Anforderungen geändert“, betonte Binger. Das jüngst vorgelegte Gutachten zur „Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung der Stadt Quickborn bis zum Jahr 2030“ etwa zeige deutlich, dass die Kapazitäten des Schulzentrums-Süd für die Schüler beider Einrichtungen nicht ausreichen werden. „Für mich gäbe es sinnvollere Lösungen als den Umzug “, sagte Binger. Durch einen neuen Zuschnitt der Einzugsgebiete könnte die Goethe-Schule zum Beispiel Kinder der Mühlenberg-Schule aufnehmen, die laut Gutachten ebenfalls an ihre Grenzen kommen wird. An Platz mangelt es an der Goethe-Schule nicht. Sie ist für eine Vierzügigkeit ausgelegt.

Stattdessen wolle die Stadt nun mehrere Millionen Euro ausgeben, um ein altes Realschulgebäude in eine Grundschule zu verwandeln. Trotzdem werde der Platz nicht ausreichen. „Ich habe im vergangenen Jahr die Entscheidung getroffen, dass ich als Schulleiterin nicht mitumziehen will“, so Binger.

Die Zusammenlegung von Gymnasium und Grundschule ist zwar erst für 2020 geplant. Binger wollte sich für die Stellensuche daher eigentlich Zeit lassen. „Aber da wurde meine Traumschule frei“, sagte sie. Das Konzept der Gebundenen Ganztagsschule an der ASS begeistere sie. „So muss Schule sein!“, sagte Binger gestern. An der ASS gelten verpflichtende Schulzeiten von Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr. Ein Teil des Unterrichts wurde auf den Nachmittag gelegt und stattdessen Erholungs- und Spielphasen an den Vormittagen eingeplant. In Quickborn gibt es weder Offene noch Gebundene Ganztagsschulen, aber Hortplätze.

Der Abschied sei ihr schwer gefallen. „Die Kinder sind mir ans Herz gewachsen“, sagte Binger. Sie arbeitete 13 Jahre lang an der Schule, davon neun Jahre als Leiterin. Zuvor war sie sechs Jahre lang als Lehrerin in Wanne-Eickel (Nordrhein-Westfalen) tätig. Sie bleibt zunächst weiterhin in Hamburg-Fuhlsbüttel wohnen.

Der Schulleiterwahlausschuss in Wedel hatte sich am 12. Juli für Binger entschieden. Die Einspruchsfrist läuft am Dienstag, 26. Juli, ab. Danach wird die Quickborner Stelle neu ausgeschrieben.

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erstellt am 23.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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