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Jahresgespräch : Ruf nach einer zentraler Polizeiwache für Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

CDU-Landtagsabgeordneter Peter Lehnert rät Bürgermeister Thomas Köppl im Gespräch zu Bau auf städtischem Grund

Quickborn | Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) hat gestern bei seinem Jahresgespräch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Peter Lehnert betont: „Es ist wichtig, dass die Stadt die Polizeiwache ins Zentrum bekommt.“ Der Standort im Gewerbegebiet an der Ernst-Abbe-Straße sei ungeeignet. Die Polizei könne von dort aus zwar schnell ausrücken, sei aber für die Bürger nicht greifbar.

„Die Polizeiwache gehört dahin, wo Menschen sie wahrnehmen und erreichen können“, sagte Köppl. Die Landtagsabgeordneten sollten sich rechtzeitig vor dem Ende des Mietvertrags um einen anderen Standort kümmern. Angesichts der Immobilienpreise riet Lehnert der Stadt, selbst zu bauen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus-Hermann Hensel bekräftigte: „Ein Anbau am Rathaus stellt für mich die vernünftigste Lösung dar.“

Nach einem Schimmelbefall der alten Wache an der Pinneberger Straße zog die Polizei 2008 aus. Köppl kämpfte damals bereits für einen Rathausanbau – ohne Erfolg. Zuständig für die Standortentscheidung ist nach Auskunft des Innenministeriums die Polizeidirektion Bad Segeberg, die dabei taktische, funktionale und wirtschaftliche Faktoren zu berücksichtigen habe.

950 Einbrüche im vergangenen Jahr

Lehnert bezeichnete die Einbruchskriminalität in Quickborn trotz eines leichten Rückgangs als hoch. Wie berichtet, sank sie im vergangenen Jahr von 976 auf 950 Taten. „Das ist ein zu hohes Niveau“, betonte er. Eine Ursache sehe er in der Nähe zu Hamburg. Die Hansestadt verdränge durch Sondereinsätze Kriminalität zum Teil ins Umland. Zudem warnte Lehnert: Zu Aktionen wie dem G  20-Gipfel im Juli in Hamburg müssten auch Kräfte aus Schleswig-Holstein ausrücken und Überstunden machen. Er forderte daher: „Man muss mehr Kräfte ausbilden. Damit müssen wir jetzt anfangen, damit mehr Personal in Quickborn zum Einsatz kommt.“

Lehnert versprach mehr Geld für die Stadt. Wenn die CDU nach der Landtagswahl wieder mitregieren sollte, würde sie den Topf des Finanzausgleichsgesetz um 100 Millionen Euro erhöhen. Hensel erläuterte: „Das führt dazu, dass wir weniger einzahlen.“ Köppl zufolge würde die Verwaltungsgemeinschaft Quickborn-Hasloh-Bönningstedt damit eine Million Euro, die Stadt allein etwa 800  000 Euro sparen.

Landtagsabgeordneter verspricht Förderung für Kita-Betriebskosten anzuheben

Der Landtagsabgeordnete trat zudem für vereinfachte Förderrichtlinien für Kita-Bauzuschüsse ein. Wie berichtet, verzichtete die Stadt darauf, beim Kreis Pinneberg eine Unterstützung von 245.000 Euro für den Bau der Kita der Anerkannten Schulgesellschaft zu beantragen, weil diese in Modulbauweise günstiger und schneller bauen kann, dafür aber keine Förderung erhält. Lehnert versprach, die Beteiligung des Landes an den Betriebskosten der Kitas von aktuell etwa 15 Prozent wieder auf ein Drittel anzuheben.

Er beklagte, dass das Land die Stadt an der Planung zum S-21-Ausbau nicht im Vorfeld beteiligt habe. Köppl unterstrich die Notwendigkeit, eine Fußgängerquerung der Bahnstraße vor der Station Tanneneck und den Zugang zum Bahnsteig Ellerau in die Pläne aufzunehmen. Hensel bemerkte: „Wir drücken uns nicht um die Kosten, aber es muss geregelt werden.“

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erstellt am 08.Mär.2017 | 15:40 Uhr

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