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Quickborner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 19:43 Uhr

Jubiläum in Quickborn : Renzel feiert 600-jähriges Bestehen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ausstellung in Dorfgemeinschaftshaus und Stadtbücherei erinnert an die Geschichte. Festlicher Klavierabend auf Bauernhof.

Quickborn | Der Quickborner Ortsteil Renzel ist 600 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass lädt der Dorfverein zu einer historischen Ausstellung und einem Klavierabend ein. Der Vorsitzende Rudolf Timm arbeitete die Entwicklung Renzels zehn Jahre lang auf. Bei vielen Hausbesuchen und Kaffeenachmittagen für Senioren trug der 71-Jährige Geschichten, Daten, landwirtschaftliche Geräte und etwa 1000 Fotos zusammen.

Im Dorfgemeinschaftshaus in der Dorfstraße 1 stellt er bis Donnerstag, 16. Juni, ungefähr 300 alte Ablichtungen, historische Karten, Waagen und Gewichte, Milchkannen und landwirtschaftliche Geräte wie eine Karre samt Torf aus. Die Fotos zeigen Motive von Kinderfesten, aus Kriegszeiten und dem Leben des Schützenvereins. Es hängen Listen alter Volkszählungen aus. Ein Liegenschaftsbuch führt sämtliche Flurstücke und ihre Besitzer ab 1880 auf. Eine Schulchronik reicht in das Jahr 1886 zurück. Auch ein Schülerverzeichnis ist zu finden.

Die Ausstellung wird am Freitag, 17. Juni, in die Stadtbücherei Quickborn, Bahnhofstraße 100, umziehen. Sie wird dort bis Sonnabend, 9. Juli, zu sehen sein. Timm schrieb anhand seiner Recherche-Ergebnisse außerdem ein 148 Seiten dickes Buch mit dem Titel „Die Geschichte Renzels“, das viele historische Abbildungen enthält. Das einzige Exemplar mit festem Einband überreichte er gestern im Dorfgemeinschaftshaus feierlich dem Quickborner Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU). Weitere Exemplare mit biegsamem Einband druckt er auf Anfrage und verkauft sie für 15 Euro pro Stück.

Der Erste Stadtrat Klaus-Hermann Hensel (CDU) würdigte seinen Einsatz: „Sie haben ganz Hervorragendes auf die Beine gestellt. Dafür können Ihnen nicht nur die Renzeler, sondern auch die Quickborner dankbar sein“, sagte er gestern.

Erste Erwähnung in den Büchern

1416 wurde das Dorf in den Büchern der Hamburger St.-Jacobi-Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Es wurden Einnahmen von einem Mann namens Ludokind aus Renzel verzeichnet. „Um 1900 hatte Renzel schon 200 Einwohner. Das waren zehn Prozent der Bevölkerung von Quickborn“, erläuterte Timm gestern. Seither habe sich die Einwohnerzahl auf etwas mehr als 400 Personen verdoppelt. In dem Dorf leben aber nur noch 2,31 Prozent aller Quickborner.

Die Dorfgemeinschaft will ihr Jubiläum bei mehreren Gelegenheiten in kleinem, internen Rahmen begehen. Sie lädt die Öffentlichkeit aber für Freitag, 1. Juli, zu einem Klavierabend auf den Dachboden des Hofes von Margreth Cotterell, Dorfstraße 51, ein. Der Renzeler Hartwig Karstens wird ab 19 Uhr Stücke von Mozart, Schubert, Brahms, Chopin, Schumann und zwölf eigene Präludien spielen. Der Eintritt ist frei. Platzreservierungen nimmt Cotterell unter Telefon 04106-626461 oder per E-Mail an m.cotterell@cotterell.de entgegen.

Das Buch „Die Geschichte Renzels“ können Interessierte bei Timm bestellen. Er ist erreichbar unter Telefon 04106-4955 und empfängt E-Mails unter rudolf.timm@ t-online.de.

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erstellt am 10.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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