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„Jugend debattiert“ : Quickborner tritt zum Wortgefecht in Kiel an

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der 17-jährige Schülersprecher des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums behauptete sich im Februar in Henstedt-Ulzburg als bester Redner der Region Süd mit den Kreisen Pinneberg und Segeberg.

Quickborn/Kiel | Tom Lenuweit aus Quickborn wird morgen beim Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ in Kiel antreten. Die Erst- und Zweitplatzierten aus sechs Regionalverbänden werden sich im Landtag in Wortgefechten messen. Der 17-jährige Schülersprecher des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) behauptete sich im Februar in Henstedt-Ulzburg als bester Redner der Region Süd mit den Kreisen Pinneberg und Segeberg. Den zweiten Platz belegte Leif Järvninen vom Alstergymnasium Henstedt-Ulzburg.

Das Ziel des Wettbewerbs wird auf dessen Internet-Seite formuliert: „Eine Demokratie braucht Menschen, die kritische Fragen stellen. Menschen, die aufstehen, ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer auseinander setzen.“ Lenuweit tritt aber nicht etwa als hitziger Wortführer auf. Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte er sich ruhig und überlegt. „Gerade in einer politischen Debatte ist es wichtig, dass man dem anderen signalisiert, dass man ihm zuhört“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Quickborn. Plumpe Anschuldigungen seien fehl am Platz. Er nehme teil, um solche Kommunikationsregeln zu lernen.

Die Veranstalter boten dazu ein dreitägiges Seminar an. Zudem habe die Jury des Regionalentscheids mit Vertretern der Schulen und ehemaligen Teilnehmern konstruktive Rückmeldungen gegeben. „Man kann viel für das Leben mitnehmen, zum Beispiel die Regel, dass man erst anfängt, wenn man die Aufmerksamkeit des Publikums hat“, so Lenuweit.

Seit etwa zehn Tagen kennt er die Themen des Landesfinales: Sollen in der Sekundarstufe II die herkömmlichen Schulfächer durch fächerübergreifenden Phänomen-Unterricht ersetzt werden? Soll der Polizei erlaubt werden, DNA-Spuren auch zur Bestimmung der äußeren Erscheinung von Straftätern nutzen? Soll eine Impfpflicht als zwingende Voraussetzung für den Zugang zu Kitas eingeführt werden? Den Teilnehmern wird vor jeder Runde gesagt, ob sie jeweils eine Pro- oder Contra-Haltung einnehmen sollen. „Ich finde gut, dass man sich dadurch vorher mit beiden Haltungen auseinander setzen muss“, so Lenuweit.

Als Schülersprecher hat er Erfahrungen im Argumentieren gesammelt. Unter seiner Leitung gelang es der 30-köpfigen Schülervertretung, im Foyer einen Getränkeautomat aufstellen zu lassen. Sie überzeugten in der Schulkonferenz die Eltern, dass die Getränke nicht übermäßig viel Zucker enthalten werden und durch eine Pfandregelung der Müll in Grenzen gehalten werde.

2001 regte der Bundespräsident Johannes Rau den Wettbewerb an. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz-Nixdorf-Stiftung richten ihn in Kooperation mit der Kultusministerkonferenz und den Kultusministerien der Länder aus.

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erstellt am 14.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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