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Quickborner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 10:48 Uhr

„Total dördreiht“ : Premiere mit vier Vorhängen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

theater Elmshorner Speeldeel spielt das neue Stück „Total dördreiht“ zum ersten Mal in Ellerau / 100 Zuschauer im Bürgerhaus

Ellerau | Mehr als 50 Mal haben die Akteure der Elmshorner Speeldeel die Ellerauer bereits mit ihrem plattdeutschen Theater erfreut. Am vergangenen Freitag war es sogar die Premiere, einer rasanten Geschichte um Verwechslungen, Geld und Betrügereien. Etwa 100 Zuschauer amüsierten sich über Sonja Högen, die ängstlich auf den Gerichtsvollzieher wartet. Ihr Mann hatte sie mit 122  000 Euro Schulden sitzen lassen und ist nach Brasilien abgehauen. Jetzt halten sich die Gläubiger an sie, obwohl sie eigentlich nichts mit den Schulden zu tun hat. Sie bewohnt eine kleine Wohnung, in der noch drei wertvolle Bilder hängen, die aber der Mutter gehören. Also soll die Mutter kommen, um dem Gerichtsvollzieher den Sachstand zu erklären.

Gleichzeitig erfährt Sonjas total verrückte Tante davon, die ständig nur Unsinn im Kopf hat. Auch ein Bekannter, den sie eigentlich gar nicht mag, der sich aber bei ihr anbiedern will, bekommt das Problem mit. Als dann der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, ist Sonjas Mutter noch nicht da. Dafür aber der Nachbar, der Sonja schon seit Tagen beobachtet. In ihrer Not stellt sie den Nachbarn als ihren Vater vor, dem die Bilder gehören. Das funktioniert zunächst auch. Aber dann kommt die Mutter doch noch und behauptet auch, dass ihr die Bilder gehören. Gleich darauf erscheint Sonjas Tante. Mit ihr fängt das Chaos richtig an, denn auch sie erklärt, dass die Bilder ihr gehören. Dann kommt die Frau des Nachbarn, weil sie wissen will, was ihr Mann so lange bei der Nachbarin tut. Ein Polizist, vom Gerichtsvollzieher mitgebracht und Sonjas Bekannter, der auch noch behauptet, dass ihm die Bilder gehören, treiben es dann auf die Spitze.

Dass das Stück beim Ellerauer Publikum gut ankam, war am Gelächter und am häufigen Szenenapplaus zu erkennen. Viel Spaß machte Sonja Högen, gespielt von Susanne Fleischer, die ihr Debüt als Hauptdarstellerin gab. Nach zwei relativ ruhigen Akten nahm das Stück nach der Pause mehr Fahrt auf. Vor allem Jutta Ennulat als Hilde Hummel – der Name war Programm – verwirrte mit ihrer verrückten Art die Darsteller und erfreute das Publikum. Dem Gerichtsvollzieher Bruno Gradtke alias Elias Wurst, war es Wurst, dass er Wurst hieß und Bodo Koopmann alias Werner Primel, wurde nach seinem Namen ohne „r“ gefragt.

Besonders Sonjas Verehrer Christian Hinsch alias Martin Geissensetter, konnte sich vor Veränderungen seines Namens nicht retten. Es war eine sehr turbulente und letztlich fröhliche Geschichte an der noch folgende Laienschauspieler mitwirkten: Birgit Kaschke war Sigrid Primel, Ingrid Wöbcke spielte Anita Mause und Christian Hinsch trat als Polizist Max Polterer auf. Großer Applaus und vier Vorhänge belohnten die Schauspieler. Die Regie hatte Herbert Hübsch. Bis zum 26. Dezember gibt es noch 13    weitere Auftritte bevor die Truppe mit ihrem neuen Stück „Se hett'n Dumen op'n Büdel“ startet. Informationen zur Elmshorner Speeldeel und Auftrittsorte gibt es im Internet.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 12:45 Uhr

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