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Quickborner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 00:59 Uhr

Oktoberfest in Quickborn : O’zapft is nach drei Schlägen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Hunderte Besucher zum Feiern im Festzelt auf dem Rathausplatz. Kaum Resonanz auf das Kinderfest am Sonnabend.

Quickborn | Kathrin Johannsson rieb sich die Handgelenke. „Die schmerzen schon“, sagte die Gastronomin. Sechs Maßkrüge hatte sie durch das komplett volle Festzelt getragen. „Zehn schaffe ich“, sagte Johannsson, die während des Quickborner Oktoberfests als Bedinung im feschen Dirndl durch das Festzelt düste.

„Die Kilometer sind nicht das Problem, aber das Schleppen“, sagte sie. Gibt es eine besondere Vorbereitung? „Nein, da muss man einfach durch“, erläuterte die Gastronomin. Dann zeigte sie auf ihre halbhohen Stiefel: „Das richtige Schuhwerk ist wichtig: häßlich und gemütlich. Je hässlicher, desto besser.“ Und etwas anderes helfe immer: „Wenn ich Spaß habe, ist es egal, wie viel ich schleppen muss.“

Auf Vorbereitung hatte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) auch fast ganz verzichtet, der am Freitagabend mit dem Faßanstich das Oktoberfest offiziell eröffnete. Zwei Schläge hatte er sich für den Fassanstich als Ziel gesetzt. „Letzte Woche konnte ich schon beim Schützenfest üben“, erläuterte Köppl seine persönliche Vorbereitung und ergänzte: „Da waren es gefühlt 100, weil der Hahn nicht gegriffen hat.“ Freitagabend lief es besser. Nach drei Schlägen verkündete er zusammen mit Zeltwirt Rolf Niehuesberg: „O’zapft is.“ Dann musste er ran. Das erste Fass wurde als Freibier an die Besucher des Festzelts verteilt. Die „Autaler“ sorgten mit Livemusik und DJ Martin mit Schlagern und Stimmungshots aus der Konserve für Stimmung.

War das Festzelt zur Eröffnung voll, lief es am Sonnabend beim Kinderfest nur schleppend. Ewa 20 Kinder mit ihren Eltern und einige Senioren waren auf den Festplatz am Rathaus gekommen. „Das hätte mehr sein können“, sagte DJ Martin, der am Abend mit der Band „BPM Eurodanceshow“ das Festzelt wieder zum Kochen brachte. Dann wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Johannsson düste wieder schwer beladen mit Maßkrügen durch die Reihen. Auch die volle Tanzfläche konnte sie nicht stoppen. Bei einer Pause an der Theke schaute sie durchs Festzelt und verkündete lachend: „Sterben kann ich am Montag.“

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erstellt am 10.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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