zur Navigation springen
Quickborner Tageblatt

23. April 2017 | 15:59 Uhr

Neuer Aldi am Güttloh ist möglich

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Einzelhandelskonzept Modernisierung erlaubt

Das neue Einzelhandelskonzept der Stadt Quickborn gibt den Weg frei für die Modernisierung von Discountern am Güttloh. Julia Lemke von der Firma Cima Beratung + Management, die das Papier erstellte, sagte während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag über den Standort: „Im Gegensatz zu dem Einzelhandelskonzept von 2006 sagen wir: Er ist da, für Fußgänger, Autofahrer, auch aus Hasloh, dann soll man ihm die Möglichkeit zur Modernisierung geben. Man sollte eine Erweiterung zulassen, wenn es um den Erhalt geht.“ Die Stadtplanerin Friederike Lattmann erläuterte: „Die Gutachter sagen: Eine Ausweitung des Angebots ist durchaus vertretbar, aber nicht, wenn noch andere Sortimente dazukämen.“

Das Einzelhandelskonzept von 2006 bezeichnete den Standort als „Gewerbegebiet Kieler Straße“. Das neue Papier stuft ihn dagegen als „ergänzenden Nahversorgungsstandort“ ein. Die Stadtplanerin Sabine Bönning erläuterte: „Auch diese Standorte haben zukünftig Entwicklungspotenziale, aber in eingeschränkter Funktion.“ Das bedeute: Am Güttloh sollen auch künftig Produkte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Drogerieartikel und Zeitschriften verkauft werden. Aber Bekleidung, Bücher, Schmuck, Hausrat und andere sogenannte aperiodische Angebote sollen nur in der Innenstadt erhältlich sein.

Das Einzelhandelskonzept von 2006 hatte sich gegen eine Verlagerung des Aldi-Markts am Güttloh auf das benachbarte Grundstück des Autohändlers Marc Falke ausgesprochen. Der Einzelhandel in der Innenstadt sollte dadurch geschützt werden. Vor einem Jahr setzten die Fraktionen der FDP, SPD und der Grünen den Wunsch von Aldi nach einer Modernisierung und Umsetzung der Verkaufsräume erneut auf die Tagesordnung. „Seit gut zwei Jahren besteht der Wunsch des Discounters, seine Verkaufsflächen der allgemeinen Entwicklung anzupassen“, begründeten sie ihren Vorstoß. Ihren Antrag, das Projekt vom Einzelhandelskonzept abzukoppeln, wies die Verwaltung aber als „voraussichtlich rechtswidrig“ zurück. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) schlug damals vor, ein neues Einzelhandelsgutachten in Auftrag zu geben. Cima legte es im Februar vor. Die Stadt gab dafür etwa 24  000 Euro aus. Der kommissarische Ausschussvorsitzende Wolfgang Tröger (SPD) sagte am Donnerstag, dass erst die Ansiedlungswünsche von Discountern zu einer Aktualisierung des Konzepts geführt hätten.

Die zuständige Aldi-Niederlassung in Horst beantwortete eine Anfrage zu Modernisierungsplänen am Güttloh gestern nicht. Der Ausschuss beriet unter Ausschluss der Öffentlichkeit drei Einzelfallgutachten zu Ansiedlungsvorhaben in Quickborn.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen