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Quickborner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:42 Uhr

Grossbaustelle : Mit Video: Hydraulikhammer zerbröseln A7-Brücke

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Unterführung unter der A7 im Verlauf der Bahnstraße wird ersetzt. Straße bis Freitag, 9. September, gesperrt.

Quickborn | Großbaustelle an der Bahnstraße in Ellerau. Zwei Baggerfahrer haben von Mittwoch, 4 Uhr, bis gestern, 7 Uhr, den östlichen Teil der Unterführung unter der Autobahn 7 abgerissen. Im Zuge des A7-Ausbaus zwischen den Autobahndreiecken Hamburg-Nordwest und Bordesholm erneuert die Projektgesellschaft Via-Solutions-Nord die Brücke.

„Geplant ist, den Neubau Ende Januar, Anfang Februar, je nach Wetterlage, fertigzustellen“, kündigte der Oberbauleiter Eckhard Voltmann an. Die Arbeiten an der Westseite der Unterführung hatte der Unternehmensverbund im August abgeschlossen.

In der Nacht zu Sonnabend, 13. August, wurde der Autobahnverkehr auf das westliche Brückenbauwerk umgeleitet. Dort gibt es nach wie vor vier Fahrspuren, die aber verengt sind. Am Mittwoch sperrten die Arbeiter gegen 1.30 Uhr die darunter verlaufende Bahnstraße und eines der beiden benachbarten AKN-Gleise ab. Der Zugverkehr läuft auf dem anderen Gleis weiter. Die Arbeiter brachten mit mehreren Lkw-Ladungen ein etwa ein Meter hohes Sandbett auf dem Asphalt und den Schienen auf. „Das ist eine Schutzvorkehrung, damit herabfallende Teile keine Schäden verursachen“, erläuterte der Via-Solutions-Nord-Sprecher Christian Merl. Sie schnitten die Betonplatten der Brücke über den Gleisen heraus und hoben sie per Kran weg. Anschließend entfernten sie die Platten über der Straße. Jedes der fünf Elemente wiegt Merl zufolge etwa 60 Tonnen. Abgebaut wurden auch sechs Tragelemente.

Gegen 4 Uhr begann der Abbruch. Mit Hydraulikhammern zerkleinerten Baggerfahrer das sogenannte Widerlager auf der Seite der Bahnstraße, eine Wand, auf dem das Brückenende aufgelegen hatte. Gegen Abend rückten sie drei Brückenpfeiler zwischen der Bahnstraße und den AKN-Gleisen zu Leibe. Von einem Autokran hing dabei eine riesige Schutzplane senkrecht zwischen den Gleisen und den Brückenpfeilern herab. Sie verhinderte, dass bei den Abbrucharbeiten Splitter auf die Gleise und gegen die vorbeifahrenden Züge spritzten. Voltmann rechnete damit, dass der Abbruch bis 7 Uhr dauern würden. Anschließend sollten die Pfeilerfundamente herausgerissen werden.

Die Arbeiten für das neue Brückenbauwerk sollten am gestrigen Vormittag beginnen. Der Plan sieht vor, bis Sonntagabend Bohrpfähle für die Tiefgründung zu setzen. Am Montagmorgen soll das AKN-Gleis wieder freigegeben werden. Die Bahnstraße bleibt aber bis Freitag, 9. September, 18 Uhr gesperrt. Das Widerlager neben den Schienen wird ab Montag, 12. September, abgerissen. Dann wird das andere AKN-Gleis gesperrt.

Die alte Brücke stammt aus dem Jahr 1969. Das neue Bauwerk wird 37,5 Meter breit, 9,5 Meter breiter als der Vorgänger, sein. Die A7-Verkehr wird künftig pro Richtung auf drei Spuren neben einem Standstreifen laufen.

Das Vorgehen wird sich ab Montag, 12. September, an der Unterführung im Verlauf der Moortwiete wiederholen. Nachdem der westliche Brückenteil erneuert ist, soll dann die Ostseite abgerissen werden. Die Moortwiete bleibt bis 24. Januar 2017 gesperrt. Grund: „Der für den Neubau notwendige Arbeitsraum beim Brückenbauwerk Moortwiete ist so begrenzt, dass aus sicherheitstechnischen Gründen eine Vollsperrung notwendig ist“, so Merl.

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erstellt am 02.Sep.2016 | 12:15 Uhr

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