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Quickborner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:20 Uhr

„Mister Nordpferd“ feiert 75. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Portrait Hans-Ulrich Plaschke sagt „Servus“ / Umtriebiger Quickborner blickt auf ereignisreiche berufliche und ehrenamtliche Karriere im Pferdesport zurück

Nicht nur in seiner Heimatstadt Quickborn genießt Hans-Ulrich Plaschke wegen seiner Aktivitäten für den Pferdesport ein großes Ansehen. Er gilt als Vorreiter für bedeutende Breitensportturniere in ganz Deutschland. Sein Name ist auch mit der Neugründung und Ausrichtung der Nordpferd-Ausstellung eng verbunden. Am 24. Oktober 2016 feiert der kreative Horseman seinen 75. Geburtstag. Er wird an dem Tag in Norderstedt am Sitz des Hamburger Reitervereins als Sprecher der Persönlichen Mitglieder Hamburg der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und als ehemaliges Vorstandsmitglied des Landesverbands der Reit- und Fahrvereine Hamburg verabschiedet.

Plaschke blickte auf eine ereignisreiche berufliche und ehrenamtliche Karriere im Pferdesport zurück. Er stammt väterlicherseits aus der alten Trakehner Züchterfamilie von Kurt Vogel in Koppelbude, Ostpreußen, ab. Sein Vater erlebte zwei Weltkriege hauptsächlich vom Pferderücken aus. Im Hamburger Reiterverein, damals an der Sierichstraße gelegen, fand Hans-Ulrich Plaschke seine zweite Heimat. Schon früh erkannten die ehrwürdigen Herren der „Quadrille Johannistrieb von 1879“ sein Talent und forderten ihn auf, zunächst als „soziales Mitglied“ an den traditionellen Reitabenden jeweils dienstags teilzunehmen. Später wurde Plaschke selbst 14 Jahre lang Präses dieser Quadrille. Viele Erlebnisse in dieser Gemeinschaft prägten ihn als jungen Mann.

Beruflich hatte Plaschke sich auf die Werbung gestürzt. Nach erfolgreichen Jahren als Kontaktdirektor von zwei internationalen Werbeagenturen in Hamburg wagte er 1985 den Schritt in die Selbstständigkeit, zeitgleich als Organisator von großen Pferdesport-Veranstaltungen. Als Eberhard Fellmer, der damalige legendäre Vorsitzende des Landesverbands Hamburg, ein großes Ereignis zum Thema „Hamburg und Pferd“ veranstalten wollte, entwickelte Plaschke maßgeblich das „Volksfest mit Pferd“ auf der Horner Rennbahn mit.

Diese Großveranstaltung gilt bis heute als Vorreiter für alle Breitensportturniere in Deutschland. Alle damaligen 46 Hamburger Vereine beteiligten sich an dem Zwei-Tage Spektakel auf der Horner Rennbahn. Jede Gruppe stellte ein historisches Ereignis aus der Geschichte Hamburgs dar. Fellmer konstatierte, dass dieses der neue Höhepunkt in seinem Reiterleben war.

Das „Volksfest mit Pferd“ war zugleich das Sprungbrett für Plaschke, mit seiner Firma HUP Veranstaltungen insgesamt 31 Poloturniere, Vielseitigkeits-Events in Luhmühlen, Fahrturniere in Kisdorf und viele andere zu veranstalten. Er war auch Mitbegründer der Messe Hansepferd im Jahr 1987, die er bis 2000 beruflich begleitete. Bereits fünf Monate nach dem Mauerfall wurde im April 1990 ein Vertrag zwischen dem Dresdner Rennverein und der HUP Veranstaltungsagentur geschlossen.

Ab 2000 wurde Plaschke als Manager der Nordpferd-Ausstellung weit über Schleswig Holstein und Hamburg hinaus bekannt. Etwas aufzubauen und zum Erfolg zu führen war immer sein Ehrgeiz. Heute ist die Ausstellung Nordpferd als eine der kreativsten Pferde-Messen in Deutschland unbestritten. Viele betiteln Plaschke als den „Mister Nordpferd“. Er nahm nach der Messe im Jahre 2011 in seinem 70. Lebensjahr Abschied von seinem Lieblingskind und ist nach wie vor ein begehrter Ratgeber.

Besonders am Herzen liegt ihm die Reiterei in seiner Heimatstadt. Der sogenannte „Speckgürtel“ im Norden Hamburgs ist bestimmt durch die bestens organisierten westlichen Gebiete von der Elbe bis Pinneberg und östlich um Norderstedt herum. Aber in der Mitte, um Quickborn, gähnte im reitsportlichen Sinne ein organisatorisches Loch. Plaschke ergriff 2008 die Initiative und sorgte dafür, dass die „Reitervereinigung Reitregion Quickborn“ gegründet wurde. Zu der Region Quickborn gehören fast 80 Ställe, Betriebe und Vereine mit etwa 3000 Pferden, die etwa 1000 Arbeitskräfte binden.

Die Interessen sollten mit der Reitervereinigung gebündelt werden. Neue Reitwege wurden geschaffen und die Stadt aktiv mit einbezogen. Die Bemühungen gipfelten in der Auszeichnung als „Pferdefreundliche Gemeinde“, die dem Quickborner Bürgermeister 2011 bem Landesturnier in Bad Segeberg verliehen wurde.

Plaschke bleibt Ehrenvorsitzender der Reitervereinigung Reitregion Quickborn. „Ich möchte der Reiterei zurück geben, was ich in meinen jungen Jahren durch sie empfangen habe“, begründete er seinen Einsatz.

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erstellt am 10.Okt.2016 | 18:25 Uhr

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