zur Navigation springen

Quickborner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 15:39 Uhr

Krämer wirft Köppl Falschaussage vor

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kritik Bürgermeister verharmlose Wachstum des Stellenplans 2016

Zoff um den Stellenplan der Stadt Quickborn: Ratsfrau Annabell Krämer (FDP) hat Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) gestern vorgeworfen, während der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag falsche Aussagen gemacht zu haben. In einer E-Mail an unsere Zeitung schrieb sie: „Der Bürgermeister hat gestern den signifikanten Aufbau von Stellen im Stellenplan für 2016 geleugnet.“

Die Ratsversammlung hatte im Februar zusätzliches Personal für die Betreuung und Unterbringung geflüchteter Menschen gefordert. Krämer erinnerte am Donnerstag daran, dass 14 Stellen geschaffen wurden. Köppl dagegen hatte in der Sitzung gesagt: „Es sind nur fünf Stellen, einige sind frei, einige halten wir uns in Reserve.“ Krämer zufolge erwähnte er zwei Hausmeister. Damit habe er den enormen Stellenaufbau geleugnet.

Aus der Beschlussvorlage und dem Protokoll der Ratssitzung im Februar geht hervor: Das Gremium beschloss mehrheitlich, 14 Stellen zu schaffen, davon 10,54 für den Fachbereich Einwohnerangelegenheiten, der sich unter anderem um Asylsuchende kümmert. Die Flüchtlingsbetreuung sei damit um 8,04 Stellen verstärkt worden, erläuterte Georg Putz, Leiter des Fachbereichs Interne Dienste, gestern. Die Ratsversammlung teilte dem Fachbereich unter anderem 2,5 Hausmeister und drei Hausmeistergehilfen zu.

Putz hatte dem Hauptausschuss den Plan für 2017 mit insgesamt 3,52 zusätzlichen Stellen vorgestellt. Daraus geht hervor, dass aber nicht alle Posten in der Geflüchtetenbetreuung auch vergeben wurden. Zum Stichtag am 30. Juni waren allein bei den Hausmeistern und ihren Gehilfen 1,35 Stellen unbesetzt.

Aus diesem Grund und wegen des nachlassenden Zustroms von Asylsuchenden hat Putz aus dem Plan für 2017 weitere 2,54 Stellen zur Versorgung Geflüchteter gestrichen. Das sei möglich, da zum Teil nur Zeitarbeitsverträge abgeschlossen wurden.

Krämer kritisiert, dass die Stadt unbesetzte Posten im Plan mitschleppe. „Jede Stelle wird mit Mitteln ausgestattet, unabhängig, ob sie ausgelastet wird oder nicht“, sagt sie. Dadurch erhöhe sich das Defizit im Haushaltsplan. In Folge steige die Gefahr, dass die Bürger stärker zur Kasse gebeten werden. Denn: „Die FDP Quickborn befürchtet, dass es erhebliche Steuererhöhungspläne bei anderen Fraktionen gibt.“ Nicht zuletzt gefährde ein aufgeblähter Stellenplan auch die Haushaltsgenehmigung in Kiel. Krämer fordert daher, absehbar unnötige Stellen und Aufgaben im Vorhinein zu streichen.

Köppl betonte aber dem Hauptausschuss gegenüber: „Ich brauche eine gewisse Möglichkeit, reagieren zu können. Wenn wir uns zu eng stricken, haben wir ein Problem.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 24.Sep.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen