zur Navigation springen

Quickborner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:19 Uhr

Quickborn : Kim will wieder zur Schule gehen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Hoffnung: An Leukämie erkrankte 17-Jährige schöpft neue Kraft

Kim Seeger schmiedet Pläne. Fast vier Monate nach Ausbruch ihrer Leukämie-Erkrankung und sieben Wochen nach einer Knochenmarktransplantation steckt die 17-jährige Quickbornerin voller Hoffnung. Schule, Reisen, Abitur, Ausbildung – sie will wieder an dem ganz normalen Leben teilnehmen.

Zu gern würde Kim nach den Sommerferien mit ihren Klassenkameraden an der Comenius-Schule in Quickborn in das zehnte Schuljahr starten. „Ich freue mich, wenn ich wieder hindarf“, sagte sie. Es tue ihr gut, dass sich ihre Mitschüler über Handy-Nachrichten bei ihr meldeten.

Sobald die 17-Jährige zu Kräften gekommen ist, wird eine ihrer Lehrerinnen sie zu Hause unterrichten. Im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), in dem Kim behandelt wurde, hätte die Pädagogin sie zwar auch besucht, doch das Mädchen hatte keine Kraft zum Pauken.

Nach der zehnten Klasse würde Kim am liebsten für ein Jahr eine Pause einlegen. „Sie möchte nach dem verlorenen Jahr ein bisschen reisen“, sagte ihre Mutter Kirsten Seeger.

Anschließend würde ihre Tochter gern ein Gymnasium besuchen und das Abitur machen. Kims berufliche Zukunft ist noch weit entfernt. „Ursprünglich wollte sie Hebamme werden oder irgendwas mit Babys machen. Aber dafür braucht man ja körperliche Kraft, die sie nie in dem nötigen Maße haben wird“, vermutete Kirsten Seeger.

Nach der Knochenmarktransplantation im Universitätsklinikum Eppendorf lag Kim mehr als fünf Wochen im Krankenhausbett. Dreimal erhielt sie während der Zeit niedrigdosierte Chemotherapien. Jetzt benötigt sie die Medikamente, die die schnellwachsenden Leukämiezellen zerstören sollten, nicht mehr. Die Ärzte entdeckten keinen Krebs mehr in ihrem Blut.

„Glücklich“ bezeichnete Kirsten Seeger auf Facebook ihre Stimmung, als sie, ihr Mann Peter, ihre Tochter Nina und ihr Sohn Kai das Mädchen wieder nach Hause holte. Allerdings fehlte es der 17-Jährigen an Kraft, um die Treppen zur Wohnung im dritten Stockwerk in Quickborn-Heide hinaufzusteigen. Die Seegers wollen deshalb zum 1. August in ein ebenerdiges Appartement umziehen. Zurzeit stehen in allen Zimmern Kartons.

Appetit hat Kim auch nicht so recht. Zudem muss sie wegen möglicher Keime auf Salat, Kartoffeln und Nüsse verzichten. Obst darf sie nur in geschältem Zustand essen. Immer wieder muss sie sich übergeben.

Ihre Schwester Nina weiß, was Kim zurzeit am besten hilft. „Meistens streichle ich sie einfach“, sagte die 15-Jährige.

facebook.com/kimmoechteleben

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 20.Jul.2016 | 12:16 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen