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Quickborner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 07:11 Uhr

Leukämie : Kim lebt dank einer Knochenmarkspende

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erleichterung: 17-Jährige Quickbornerin erholt sich nach Stammzellentransplanation

Quickborn | Kim Seeger hat ihre Knochenmarktransplantation gut überstanden. Die an Krebs erkrankte 17-jährige Quickbornerin ist wieder zu Hause. „Ein bisschen schlapp“ fühle sie sich. Kein Wunder: Eine hochdosierte Chemotherapie zerstörte vor sieben Wochen ihr gesamtes von Blutkrebs befallenes Knochenmark. Anschließend erhielt Kim Stammzellen einer 20-jährigen Warschauerin. Seither sorgen Medikamente dafür, dass sich das neue Knochenmark und ihr Körper nicht gegenseitig bekämpfen.

Die Ärzte sind zufrieden. Bei einer Probeentnahme am 30. Tag nach der Transplantation entdeckten sie in Kims Blut keine Krebszellen mehr. Stattdessen hatte sich das Knochenmark der Spenderin gut verbreitet. „Die Lymphozyten, die für die Immunabwehr zuständig sind, sind noch ein bisschen lahm“, berichtete Mutter Kirsten Seeger. Aber die Ärzte sorgen sich deshalb nicht. Kim darf in der Wohnung sogar mit ihrem Schäferhund Sam spielen, wenn sie sich hinterher die Hände wäscht. Die Keime des 13-jährigen Rüden gehören gewissermaßen zur Familie. Einen neuen Hund darf sie sich aber nicht anschaffen.

Wie berichtet, erhielt Kim kurz nach Ostern die Diagnose Blutkrebs. Für die Familie wiederholte sich ein Albtraum: Vor fünf Jahren hatte das Mädchen einen Tumor in der Hüfte überstanden. Seit der neuen Diagnose unterzog sich Kim drei Chemotherapien, die allein aber nicht halfen. Sie brauchte einen Stammzellenspender, den die Deutsche Knochenmarkspenderdatei nach einer Typisierungsaktion fand.

Nun muss Kim alle drei Tage zur Kontrolle. Sie hofft, im September mit ihrer Klasse in das zehnte Schuljahr starten zu dürfen.
 

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