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Quickborner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 15:17 Uhr

Quickborn : Keine neue A 7-Abfahrt im Norden

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Treffen: Minister Meyer schlägt Südvariante vor

Erleichterung in Ellerau, Hoffnung in Hasloh: Der Plan zum Bau einer Autobahnanschlussstelle an der A  7 zwischen Henstedt-Ulzburg und Quickborn ist vom Tisch. Stattdessen hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) die 2008 gescheiterte Idee einer Zufahrt zwischen Quickborn und Hamburg-Schnelsen-Nord ins Gespräch gebracht.

Aus einer Mitteilung des Ministeriums geht hervor, dass sich Meyer, die Bürgermeister von Ellerau, Alveslohe und Norderstedt sowie Vertreter der Kreise Pinneberg und Segeberg bei einem Treffen darauf verständigten, den Plan für eine Anschlussstelle nördlich von Quickborn fallen zu lassen. „Wegen der geringen verkehrlichen Wirkung und der relativ geringen Abstände der vorhandenen Anschluss-Stellen ist dies nicht sinnvoll“, teilte das Ministerium mit.

Elleraus Bürgermeister Eckart Urban (SPD) zeigte sich gestern erfreut. „Ich begrüße das ausdrücklich, weil wir uns mit dieser Anschlussstelle nie anfreunden konnten“, sagt er. Die Gemeinde hatte befürchtet, dass das Verkehrsaufkommen im Ort dadurch gewachsen wäre. Die Ellerauer hätten die Zufahrt zudem kaum genutzt, da die meisten sich eher nach Hamburg orientierten.

Für wesentlich sinnvoller hält Meyer eine zusätzliche Anschlussstelle südlich von Quickborn. Er betonte aber: „Wir brauchen dann aber auch die Akzeptanz in der Region.“ Besonders betroffen seien Hasloh und Bönningstedt. Meyer will das Gespräch mit den Gemeinden suchen.

Schon 2008 stand Hasloh den Planungen positiv gegenüber. „An uns ist es nicht gescheitert“, betonte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). Ein weiterer Anschluss sei für die Gemeinde vorteilhaft, weil der Garstedter Weg damit entlastet werden könne. „Ein weiterer Aspekt ist, dass wir dann möglicherweise ein größeres Gewerbegebiet ausweisen könnten – das wäre gut für unsere finanzielle Situation“, sagte er.

Auch Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) begrüßt die Idee einer Anschlussstelle südlich der Stadt: „Den offensichtlichen Bedarf gibt es seit Jahren.“ Erst mit einer Autobahnzufahrt zwischen Hasloh und Bönningstedt könne sich die Wirkung des A  7-Ausbaus entfalten. Die Nebenstrecken würden deutlich entlastet werden.

Ein verhaltenes Signal kommt aus Norderstedt. Sprecher Bernd-Olaf Struppek teilte mit, dass die Stadt bisher sämtliche Gespräche zu dem Thema besucht habe und auch an künftigen Treffen teilnehmen will. Inhaltlich gelte der 2008 gefasste Beschluss der Stadtvertretung, die sich mehrheitlich gegen einen neuen A  7-Anschluss westlich von Garstedt ausgesprochen habe.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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