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Konzert : Jan Josef Liefers übertrifft alle Erwartungen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Tatort-Star und Band „Radio Doria“ spielen vor etwa 2500 Zuhörern.

Quickborn | Im Münsteraner Tatort sucht Jan Josef Liefers in der Rolle des Professors Karl-Friedrich Boerne nach Beweisen für Kommissar Frank Thiel, gespielt von Axel Prahl, der die Verdächtigen überführen und ihnen ein Geständnis entlocken soll. Am Sonnabend machte Liefers beim Music-Train-Konzert am Quickborner Bahnhof selbst ein Geständnis: „Um ein Haar wäre ich bei euch eingezogen.“

Während seiner Zeit am Thalia Theater in Hamburg von 1990 bis 1994 lebte Liefers in einer Wohngemeinschaft in Blankenese. „Eine richtig geile WG mit zwei coolen Typen“, erläuterte Liefers, bevor er mit seiner Band „Radio Doria“ das erste Stück anstimmte. „Das WG-Zimmer habe ich verloren. An eine Frau aus Quickborn.“ Sein Mitbewohner hatte seine neue Liebe in der Eulenstadt gefunden. Beide schlugen Liefers einen Wohnungstausch vor. Warum er ablehnte, kommentierte er nicht, sagte aber: „Ich mag euch trotzdem. Jetzt schließt sich der Kreis mit dem Konzert.“ Zwei Auftritte hatte der Schauspieler und Musiker da bereits hinter sich. Ab 14 Uhr war er in Bad Bramstedt und ab 16 Uhr in Kaltenkirchen aufgetreten. Der „NDR1 Welle Nord Music Train“ hielt um 17.30 Uhr in Quickborn, so dass die Band „Radio Gloria“ pünktlich um 18 Uhr auf der Bühne vor dem Rathaus stand. „Ich hatte im Vorfeld kühne Erwartungen, aber das hat alles übertroffen. Wir sind froh, dass ihr heute Abend nichts Besseres vorhattet, als zu uns zu kommen“, sagte Liefers.

45 Minuten dauerte das Programm. Dann gab es eine Zugabe. Nach 55 Minuten verließ die Band die Bühne. Die NDR1-Welle-Nord-Morgenmoderatoren Jan Bastick und Mandy Schmidt hatten auf weitere Zugaben gehofft. „Nach dem Konzert muss er ja nicht die Bahn bekommen“, sagten sie. Doch aus dem Wunsch wurde nichts.

Auf dem Quickborner Rathausplatz drängten sich am Sonnabend die Menschen.
Auf dem Quickborner Rathausplatz drängten sich am Sonnabend die Menschen. Foto: Bastian Fröhlig
 

„Es war ein voller Erfolg. 2000 Besucher in Bad Bramstedt, 2500 in Kaltenkirchen und mindestens genauso viele in Quickborn“, bilanzierte Andreas Schmidt, Pressesprecher des Norddeutschen Rundfunks Schleswig-Holstein. Die Erwartungen seien übertroffen worden. „Es hat viel Kraft gekostet. Es war auch für die AKN eine logistische Herausforderung, weil sie einen Zug in ihren Fahrplan pressen musste, aber der Erfolg spricht für sich“, sagte er. Kann Quickborn also im kommenden Jahr wieder mit einem Halt des „Music Trains“ rechnen? „Wir werden das in Ruhe bilanzieren“, blieb Schmidt wage.

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