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Quickborner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 06:52 Uhr

Auftritt : Innere Stimmen bringen Spaß

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

100 Gäste bei Bauchredner Jörg Jará.

Quickborn | Ein schwarzer Vorhang, eine große Truhe und eine Wand mit einem Bild – dies war das Bühnenbild des Bauchredners Jörg Jará. Am Sonnabend trat er zum ersten Mal im Quickborner Artur-Grenz-Saal auf. „Ich bin Jörg Jará und ich bin viele“, stellte er sich und sein Bühnenprogramm vor. Der gebürtige Flensburger schlüpfte in seiner Show gleich in mehrere Rollen.

Jörg Jará wurde 1959 in Flensburg geboren. Mit sieben Jahren entdeckte er sein Talent als Zauberer und Puppenspieler. Sein Studium der Volkswirtschaft und Psychologie in Kiel finanzierte er sich als Bauchredner. Jará trat bereits in vielen TV-Produktionen auf.

„Ich habe schon immer Stimmen in meinem Kopf gehört. Da war zum Beispiel die keifende Alte und der schräge Vogel“, sagte Jará. Seiner Meinung nach sollten diese Eindrücke nicht weggedrängt werden. „Man kann ganz viel Spaß haben mit den inneren Stimmen“, betonte Jará. Er bot zahlreiche witzig gestaltete Dialoge und nahm sich selbst ebenso wie Themen aus der Politik auf die Schippe. Aus einer roten Socke, zwei Tischtennisbällen und einer Federboa zauberte der Bauchredner „im Handumdrehen die erste Talk-Partnerin“: Dodo.

Zu Jarás Hauptcharakteren, bereits bekannt aus früheren Programmen, zählt der Rentner Erwin Jensen, der dem Publikum ständig Nüsse anbietet, die ihm beim Lutschen von Ferrero-Küsschen übriggeblieben sind. Mit Aussagen wie „Ich habe ein Bild von Angela Merkel zu Hause, das ich auf den Kopf gedreht habe, damit sie auch einmal lächelt“ oder „Horst Seehofer geht jetzt zu Volkswagen. Ist eine Rückrufaktion“, sorgte er als 81-jähriger Rentner für tosendes Gelächter. An seine Anfänge im Show-Geschäft im Hamburger Hansatheater erinnerte sich Jará gemeinsam mit dem schrägen Vogel Olga.

In teilweise irrwitzigem Tempo wechselte der Künstler zwischen den gänzlich unterschiedlichen Charakteren. Auch ein Waschlappen, der nichts anderes als „sehr hässlich“ sagen konnte, sorgte mit seinen Zwischenrufen für Begeisterung. Ein Bild von Sigmund Freud wurde von Jará kurzerhand mit einem „Vormund“ ausgestattet. Jará bezog auch das Publikum in seine Show ein. In der Pause hatten die etwa 100 Besucher die Möglichkeit, auf einen Zettel ihre eigenen Stimmen im Kopf aufzuschreiben. Anschließend versuchte der Bauchredner, sie gemeinsam mit den Gästen zu analysieren.

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erstellt am 04.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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