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Quickborner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 13:53 Uhr

Geteiltes Echo auf Bingers Abschied

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Reaktionen Fraktionen äußern sich zum Weggang der Goethe-Schulleiterin

Der Abschied der Goethe-Schulleiterin Silke Binger hat ein geteiltes Echo in Quickborn ausgelöst. Wie berichtet, kündigte die 45-Jährige an, ab September die Albert-Schweitzer-Schule in Wedel zu leiten.

Als einen Grund führte sie den geplanten Umzug der Grundschule in das Schulzentrum-Süd an. Laut Gutachten des Ingenieurs Peter Kramer zur Bevölkerungsentwicklung reichten die Kapazitäten dort nicht für Grundschule und Gymnasium aus. Sie könne den Umzug nicht nachvollziehen.

Der Schulelternbeiratsvorsitzende Ernst Stilke äußerte Verständnis: „Die ganze Schule ist frustriert, dass die Stadt, der Bürgermeister und die Stadtverordneten nicht in der Lage sind, einmal getroffene Entscheidungen zu revidieren.“ Kein Elternteil wolle mit seinen Kindern gern in das neue Gebäude wechseln.

Die FDP-Fraktions-Chefin Annabell Krämer pflichtete ihm bei: „Unseres Erachtens ist es nicht richtig an einem Beschluss von 2007 fest zu halten, wenn man neue Erkenntnisse hat“, sagte sie hinsichtlich des Gutachtens. Sie hofft, dass SPD und Grüne die Erkenntnisse berücksichtigen und in konstruktive Gespräche einsteigen.

Die Bildungsausschussvorsitzende Ingrid Cloyd-Nuckel (SPD) erfuhr gestern durch diese Zeitung von Bingers Weggang. Sie betonte, dass die Prognosen des Gutachtens nicht eintreffen müssten. Die Schule liege nicht in einem Neubaugebiet. „Ich bin fest überzeugt, dass sich die Schülerzahlen nicht wesentlich verändern werden“, sagte sie.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Heinrich Kut betonte, dass sich die langfristige Umzugsplanung jetzt nicht mehr stoppen lasse. So sieht es auch der CDU-Sprecher Bernd Weiher. „Wir haben schon jede Menge Geld ausgegeben“, sagte er. Gutachten hätten gezeigt, dass die Sanierung der Schule viel teurer als ihr Umzug ausfiele.

Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) forderte, Sach- und Personalfragen im Hinblick auf die Schulplanung nicht zu vermischen. Bingers Motivation kommentiere er nicht.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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