zur Navigation springen

Quickborner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 13:30 Uhr

Landesfeuerwehrschule : Gemeinsam üben und lernen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Hasloher Kameraden laden benachbarte Rettungskräfte zum Training ein. Zahlreiche Szenarien geprobt.

Hasloh | So mancher Autofahrer auf der A7 RichtungNorden stutzte am frühen Sonnabendmorgen: Ein Feuerwehrauto reihte sich an das nächste, dazwischen Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes aus Quickborn.

Doch es ist kein Großeinsatz gewesen, zu dem die ehrenamtlichen Helfer unterwegs waren. Sie waren vielmehr in Quickborn aufgebrochen, um einen Tag lang an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee gemeinsam zu üben. Auf Einladung der Hasloher Feuerwehr waren fast 60 Brandschützer aus Quickborn, Bönningstedt, Tangstedt und Rellingen unterwegs.

Zahlreiche Szenarien können auf dem großzügigen Gelände geübt werden. Hinzu kommt eine riesige Halle, die nicht nur Platz für mehrere große Fahrzeuge bietet: An den Stirnseiten sind unterschiedliche Häuserfassaden und Treppenhäuser so gebaut, dass das Retten und Löschen auch von einer Drehleiter aus trainiert werden kann. Nach einem gemeinsamen Frühstück verteilten sich die Gruppen nach „Alarmierung“ durch den Übungsleiter an die unterschiedlichen Stationen. Die Hasloher Kameraden wurden als erstes zum brennenden Bahnhof gerufen. Im Gebäude wurden zudem zwei Personen vermisst.

„Heute kann sich jeder daran ausprobieren, den Einsatz als Gruppenführer zu leiten“, erläuterte Haslohs stellvertretender Wehrführer Lars Breckwoldt. Genau beobachtete er, wie die Gruppe zunächst die Personen „retteten“ und dann den Löschangriff vorbereiteten. „Beim Führungsvorgang werden erst Zeugen befragt, dann erkundet, die Zugänge geprüft und schließlich das Objekt umrundet“, erklärte Breckwoldt in der Nachbesprechung. In diesem Fall sei auch ein Anruf nötig gewesen, um das Gleis sperren zu lassen. „Die Hochspannungsleitung über dem Gebäude hat es in sich: Bei Sprühwasser kann es einen Überschlag geben – das sind 14.000 Volt“, wies er auf eine weitere Gefahrenquelle hin.

Die Quickborner Drehleiter und zusätzliche Kameraden aus Bönningstedt wurden für die nächste Aufgabe benötigt: Ein Wohnungsbrand im zweiten Stock, eine Person steht am Fenster des qualmenden Hauses. Während zwei Retter mit Atemschutz ausgerüstet per Drehleiter in die Höhe schwebten, bauten die Kameraden die Wasserversorgung auf, um über das Treppenhaus nach oben zu gelangen. Weitere Helfer durchsuchten die anderen Wohnungen nach weiteren „Opfern“. „Hier ist es wichtig, das Treppenhaus mit Druckbelüftern möglichst rauchfrei zu halten, damit der Fluchtweg genutzt werden kann“, sagte Breckwoldt. Gut funktioniert habe diesmal die Verständigung über Funk mit den Atemschutzgeräteträgern. „Habt ihr daran gedacht, Fluchthauben mitzunehmen?“, prüfte er dann nach.

Währenddessen übten die Kameraden abwechselnd die Absturzsicherung, probten einen Verkehrsunfall mit einem Gefahrgut-Transporter oder trainierten den Umgang mit dem sogenannten Hohlstrahlrohr. Quickborns Wehrführer Wido Schön wurde nicht müde, die unterschiedlichen Einsatzweisen zu erläutern. Selbstverständlich kam auch hier die Praxis nicht zu kurz. Nach etwa sechs Stunden traten die Wehren den Heimweg an.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Jul.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen