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Quickborner Tageblatt

31. Mai 2016 | 19:58 Uhr

250.000 Euro Schaden : Feuer in Quickborn: Polizei will von Explosion nichts wissen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Erste Bilanz nach dem Großfeuer: Eine Frau wird leicht verletzt, mehrere Tiere sterben in den Flammen.

Quickborn | Nach dem Feuer in einem Doppelhaus in der Feldstraße am Mittwochvormittag ist der Brandort für die weiteren Ermittlungen beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei Pinneberg wird den Brandort zeitnah mit einem Brandsachverständigen hinsichtlich der derzeit noch unklaren Brandursache in Augenschein nehmen. Die ersten Hinweise deuten darauf hin, dass der Brand seinen Ausgang in der im Erdgeschoss gelegenen Küche fand. Eine Explosion, die Nachbarn gehört haben wollen, will die Polizei derzeit nicht bestätigen. Die Ermittlungen zur Brandursache stehen aber erst am Anfang.

Das Feuer hat das gesamte Haus in Mitleidenschaft gezogen. Nach vorläufiger Schätzung der Kriminalpolizei dürfte der Schaden bei rund 250.000Euro liegen. Eine Bewohnerin, eine 79-jährige Dame, war mit einer Rauchgasverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert worden und befindet sich noch in Behandlung.

Bei dem Großfeuer am gestrigen Mittwoch in der Quickborner Feldstraße ist ein Doppelhaus vollkommen ausgebrannt. Eine Bewohnerin wurde aufgrund einer leichten Rauchgasvergiftung zur Überwachung in ein Hamburger Krankenhaus gebracht, weitere Menschen nahmen keinen Schaden. Laut Feuerwehr kam jedoch die Hilfe für einen Hund sowie mehrere Kleintiere zu spät.

Die erste Bilanz der Feuerwehr am Tag danach: 120 Feuerwehrleute aus Quickborn, Bilsen, Hasloh, Bönningstedt und Pinneberg sowie Kräfte von Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz. Die Löscharbeiten des Brands, der am späten Vormittag ausgebrochen war, zogen sich bis in den Abend. Gegen 20 Uhr konnten die Brandlöscher abrücken. Um Um 11.26 Uhr war der Alarm eingegangen, sagte Björn Swennosen, Sprecher des Pinneberger Kreisfeuerwehrverbands, der von einer Explosion sprach. Anwohner hätten von einem lauten Knall berichtet.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die rechte Hälfte des Doppelhauses bereits in Flammen, die aus Türen und Fenstern im Eingangsbereich sowie aus dem Dachgeschoss schlugen. Dichter Rauch quoll empor. Unter schwerem Atemschutz unternahmen die Quickborner Kameraden den ersten Löschangriff und brachten die Bewohnerin im Seniorenalter in Sicherheit. „Wir mussten den Angriff von Innen aber aufgrund der Hitze und dem starken Qualm abbrechen“, berichtete Quickborns Wehrführer Wido Schön.

Da die Flammen auch auf die linke Haushälfte, in dem dem Vernehmen nach die Tochter der verletzten Seniorin wohnt, übergriffen, eilten nach und nach die Kräfte der anderen vier Wehren nach Quickborn. Die Strategie: die Flammen, die wegen der Fachwerkkonstruktion leichtes Spiel hatten, über geöffnete Dächer von oben bekämpfen und so die Ausbreitung des Feuers auf das benachbarte Einzelhaus, das durch eine Garage mit dem in Flammen stehenden Gebäude verbunden war, verhindern. Zwischenzeitlich habe Einsturzgefahr bestanden, teilte die Feuerwehr mit.

Der Einsatz von Drehleitern der Wehren aus Quickborn, Bönningstedt – eine Premiere – und Pinneberg brachte Erfolg, wobei sich die Löscharbeiten über mehrere Stunden hinzogen. Minusgrade und teils zugefrorene Hydranten erschwerten der Feuerwehr zufolge den Einsatz, bei dem ein Kamerad auf eisigem Untergrund ausrutschte und sich am Bein verletzte.

Während der Arbeiten versorgten Nachbarn die Einsatzkräfte mit warmen Getränken. Das Technische Hilfswerk (THW) aus Barmstedt stieß hinzu, verpflegte die Kameraden mit einer warmen Mahlzeit und unterstützte sie bei der hereinbrechenden Dunkelheit mit einem Lichtmast. Die Kieler Straße blieb auf dem Abschnitt Höhe Feldstraße in beide Richtungen gesperrt. Die Höhe des Schadens geht der Feuerwehr zufolge in die Hunderttausende. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.

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erstellt am 07.Jan.2016 | 08:42 Uhr

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