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Quickborner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 08:54 Uhr

Eine neue Verkehrsinsel ist in Planung : Ellerau und Quickborn wollen Fußgängern die Überquerung der Bahnstraße vor der AKN-Station Tanneneck erleichtern

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Fünf Verkehrsunfälle haben sich während der vergangenen 20 Monate vor der AKN-Station Tanneneck auf dem Grenzgebiet von Quickborn und Ellerau ereignet.

Quickborn/Ellerau | Die Ecke ist gefährlich. Fünf Verkehrsunfälle haben sich während der vergangenen 20 Monate vor der AKN-Station Tanneneck auf dem Grenzgebiet von Quickborn und Ellerau ereignet. Fußgänger kamen nicht zu Schaden, doch die beiden Kommunen wollen es nicht darauf ankommen lassen. Sie möchten auf der Bahnstraße zwischen der AKN-Station und der Einmündung in den Buchenweg eine provisorische Sprunginsel aufstellen lassen und in dem Bereich Tempo 30 einrichten.

An der Ecke Bahnstraße/Buchenweg in Ellerau haben sich während der vergangenen 20 Monate fünf Verkehrsunfälle ereignet, allesamt aufgrund von Vorfahrtsverletzungen. Wie Polizeisprecher Nico Möller gestern berichtete, stießen 2015 zwei Pkw zusammen. 2016 kam es bisher zu vier Unfällen, davon zwei mit Verletzten. In drei Fällen prallten jeweils zwei Pkw zusammen. Einmal erfasste ein AKN-Zug ein Auto. Unfälle mit Fußgängern sind Möller für diesen Verkehrsknotenpunkt seit 2015 nicht bekannt.

„Die Fußgängerüberquerung am Bahnhof Tanneneck ist zurzeit nicht gesichert“, betonte der Stadtplaner Felix Thermann während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Das Wohngebiet südlich der Bahnstraße in Quickborn-Heide ist jedoch stark gewachsen. 145 Wohneinheiten wurden dort während der vergangenen zwei Jahre gebaut – Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Hausgruppen, erläuterte Friederike Lattmann, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung, im Gespräch mit unserer Zeitung. Weitere 50 Wohneinheiten seien in Planung. Wer dort lebt und zu Fuß zur AKN-Station Tanneneck geht, um in den Zug einzusteigen, muss die Bahnstraße überqueren. Gefährlich ist die Ecke zudem, weil die Verkehre der Bahnstraße, des Buchenwegs, der AKN und der Fußgänger dort aufeinandertreffen.

Eine Verkehrsinsel gewähre Fußgängern anders als eine Ampel oder ein Zebrastreifen zwar keinen Vorrang, „Aber sie brauchen dann immer nur eine Fahrbahn zu überqueren“, sagte Lattmann. Einen Zebrastreifen würden die Verkehrsbehörden nicht genehmigen. „Das ist zu unfallträchtig“, erläuterte Lattmann. Eine Ampelanlage sei zu teuer, da sie auch den Bahnverkehr regeln müsste. Provisorisch soll die Querungshilfe ausfallen, da der Ausbau der AKN-Trasse noch weitere Veränderungen nach sich ziehen könnte.

Nachteil der Sprunginsel: Die Spur für Rechtsabbieger in den Buchenweg müsste dafür geopfert werden und künftig auch den Verkehr Richtung Quickborn-Ort aufnehmen. Thomas Dänecke (CDU) bemängelte: „Wenn dann Rechtsabbieger vor der geschlossenen Schranke stehen, bildet sich Richtung Henstedt-Ulzburg ein Stau.“

Da die Sprunginsel auf Ellerauer Gebiet stehen würde, müssen die Kommunen ihren Vorschlag nun mit der AKN und der Verkehrsbehörde des Kreises Segeberg abstimmen. Letztere würde das Projekt dann anordnen. Die Kosten und ihre Verteilung auf die Kommunen stehen noch nicht fest. Thermann versicherte aber: „Das ist vom Aufwand nicht sehr hoch.“ Das in unserer Zeitung abgebildete Modell kostet etwa 3500 Euro inklusive Verkehrszeichen und Lieferung.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 15:00 Uhr

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