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Quickborner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 09:17 Uhr

Ein „Pott-Püree“ nur für Frauen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Comedy und Kunst Bibi Maaß und Anita Schreiber zeigten dem Publikum ihr Können auf dem Kultur-Dachboden in Quickborn Renzel

Der gefüllte Dachboden von Margreth Cotterell war erfüllt vom Geschnatter der etwa 150 Besucherinnen. Plötzlich ertönte dröhnend das Lied „Highway to hell“ von ACDC. Nur kurze Zeit später kam auch schon der Grund für den ausverkauften Raum: Die Entertainerin und Kabarettistin Bibi Maaß lud zu einem ihrer „Mädelsabende“ ein. Dieses Mal in einer neuen Location. „Der Kultur-Dachboden ist doch einfach fantastisch“, betonte Maaß und dankte gleichzeitig der Besitzerin Cotterell.


„Neid macht schlechte Laune“


Die Kabarettistin präsentierte den Besucherinnen ein „Pott-Püree“ ihrer beliebtesten Texte, gemischt mit eigenen Gedichten. Dabei sorgte sie mit ihrer unverblümten und direkten Art für tosenden Applaus. Besonders bei „Putze-Paula“, „Chaos-Susanne“ oder „Miese-Petra“ fühlten sich die Damen an eigene Erlebnisse erinnert. Sie stellte direkt zu Beginn die Fakten klar: „Wir Frauen sind doch gerne neidisch.“ Ein Hausmittel dagegen hatte Maaß jedoch bereit. „Neid macht doch bloß schlechte Laune. Dagegen hilft aber tratschen“, lud Maaß die Besucherinnen ein.

Besonders das Thema Putzen nahm Maaß auf den Arm. „Kaum verlässt Miese-Petra, die an allem etwas auszusetzen hat, mein Haus, fange ich an zu putzen“, berichtete sie. Sie fühle sich mit der Zeit sogar etwas schizophren, da sie mit zunehmendem Alter zwar mehr Wert auf Ordnung lege, jedoch immer weniger Lust zum Aufräumen hätte. Besonders förderlich sei auch eine Putze-Paula dabei nicht. „Man fühlt sich wie ein Störfaktor der heimischen Hygiene“, sagte Maaß. In einer Selbststudie habe sie festgestellt, das Putzen dem Aggressionsabbau diene sowie Depressionen vorbeuge. „Während des Putzwahns explodieren innerlich die Gedanken“, erklärte sie weiter.

Auch ihr Eheleben nahm die Quickbornerin auf die Schippe. „Mein Mann war mein Fels in der Brandung“, erzählte sie verträumt. „Dann musste ich feststellen – Felsen reden nicht“, sagte sie und sorgte für schallendes Gelächter. Auch ihr Gedicht „Hymne an den Alltag“ wurde mit tosendem Applaus belohnt.

Während des „Mädelsabends“ hatten die Besucherinnen die Möglichkeiten 17 Werke der Quickborner Künstlerin Anita Schreiber zu betrachten. Sie präsentierte unterschiedlichste Bilder aus ihrer 20-jährigen Schaffenszeit. „Sie sind nur noch heute zu sehen. Danach nehme ich sie wieder mit nach Hause“, kündigte Schreiber an diesem Abend an. Jedoch plane sie bereits die nächste Ausstellung im September im Quickborner Atelier „Kunst und Pferd“ .
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www.bibi-maass.de

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