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Quickborner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 23:21 Uhr

Einzelhandel in Quickborn : Ein neues Konzept für die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Eine Beratungsfirma namens „Cima“ befragt Bürger.

Quickborn | Wie häufig und warum besuchen Sie die Quickborner Innenstadt? Mit welchem Verkehrsmittel kommen Sie? Welche Schulnoten würden Sie für die Vielfalt, die Qualität und das Preisniveau der Angebote, die Öffnungszeiten, die Außenerscheinung der Geschäfte, den Service und die Beratung vergeben? Welche Sortimente vermissen Sie in Quickborn?

Neun Fragen dieser Art stellt die Firma „Cima Beratung + Management“ aus Lübeck ab heute. Interessierte können sie bis Sonntag, 18. September, online über einen Link auf der Internet-Seite der Stadt beantworten. Zusätzlich werden „Cima“-Mitarbeiter am Donnerstag, 8. September, und am Sonnabend, 10. September, Passanten in der Quickborner Innenstadt befragen. Die Antworten werden in ein neues Einzelhandelskonzept für Quickborn einfließen. Es soll der Verwaltung etwa sieben Jahre lang verbindliche Richtlinien für die Innenstadtentwicklung vorgeben. Nach einer Beratung in Arbeitsgruppen soll die Ratsversammlung das Konzept Anfang 2017 beschließen.

„Wir können dann Ansiedlungswünsche überprüfen und entscheiden, ob sie am Standort möglich sind“, erläuterte Stadtplanerin Sabine Bönning bei der Vorstellung des Vorgehens gestern. Umgekehrt kann überprüft werden, ob es Angebotslücken gibt. „Man kann dann gezielte Ansprachen an Investoren treffen“, sagte „Cima“-Mitarbeiter David Kamin. Zudem will die Stadt den Bebauungsplan der Innenstadt nachbessern. „Durch das Konzept sehen wir, wie groß die Flächen sein müssten“, so Bönning.

Das Papier soll zum Beispiel Sortimentslisten mit innenstadtrelevanten Produktpaletten enthalten. „Das sind Sachen, die man in der Handtasche mitnehmen kann“, erläuterte Bönning. Möbelhäuser dürften demnach keine Läden in der Innenstadt eröffnen. 2006 hatte die Stadt ein Einzelhandelskonzept durch ein Stadtplanungsbüro in Dortmund erstellen lassen. Eine Neufassung des Konzepts sei notwendig, da sich das Angebot vor Ort und in den Nachbargemeinden, aber auch das Kaufverhalten der Kunden verändert habe, erläuterte Bönning. Der Online-Handel habe seither stark zugenommen.

„Cima“ wird nicht nur Kunden befragen, sondern auch drei Tage lang an sechs markanten Punkten die Passanten zählen. Außerdem werden die Berater die Geschäfte selbst hinsichtlich ihrer Qualität bewerten. Mehr als 24.000 Euro wird die Stadt für das Konzept ausgeben. Den Auftrag erteilte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Es soll auf der Potenzialanalyse für die Innenstadt von 2015 aufbauen. Der Link zu der Online-Umfrage findet sich auf der Internet-Seite der Stadt rechts unten unter dem Punkt „Weitere Links“. www.cima.de/umfrage/quickborn

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erstellt am 11.Aug.2016 | 12:15 Uhr

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