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Quickborner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 17:47 Uhr

Drei neue Lehrerinnen ab September

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Goethe-Schule Elternbeirat kämpft gegen Umzug

Gute Nachrichten für die Kinder der Goethe-Schule in Quickborn: Drei neue Grundschullehrerinnen werden nach den Sommerferien das Kollegium verstärken. „Die Fachlichkeiten, die nötig waren, werden damit abgedeckt“, sagte gestern die Schulrätin Adelia Schuldt. Zwei Lehrerinnen kommen von der Universität, eine Kollegin wird von einer anderen Schule abgeordnet.

Die 64 Erstklässler können damit auf drei Klassen aufgeteilt werden, berichtete der Schulelternbeiratsvorsitzende Ernst Stilke (Foto) gestern. Er hatte zuletzt Klassenstärken von 30 Schülern befürchtet, da vor den Ferien 45 Lehrerstunden fehlten und die Leiterin Silke Binger in der letzten Schulwoche ihren Abschied verkündet hatte.

Mit den neuen Kräften verfügt die Goethe-Schule über 5,6 Lehrerstunden mehr, als ihr rechnerisch zustehen. „Wir könnten damit Förderunterricht anbieten oder AGs aufleben lassen“, so Stilke. Der Überschuss biete einen Puffer bei Krankheitsfällen.

Stilke und Martina Genutt (Foto) aus dem Beiratsvorstand bedauern Bingers Abschied. „Wir haben mit ihr eine sehr, sehr gute Leiterin verloren“, sagte Genutt. Wie berichtet, hatte Binger ihren Weggang auch damit begründet, dass sie den geplanten Umzug der Einrichtung in das Schulzentrum-Süd nicht mittragen könne.

Stilke will weiterhin für den Verbleib der Schule am Standort kämpfen. „Mit dem Spielplatz, dem Sportplatz, dem Schutz vor Verkehrslärm im alten Baumbestand herrschen dort ideale Bedingungen, um Kinder großzuziehen“, sagte er. Er glaubt der Politik nicht, dass eine Sanierung der Goethe-Schule teurer als ihr Umzug in die alte Realschule samt deren Umbau ausfallen würde. Die Politik hatte sich bei diesem Argument auf Gutachten berufen. „Das Problem ist, dass die Stadt das im Dunkeln hält. Man zeigt uns die Gutachten nicht. Das ist keine Demokratie“, so Stilke. Die Eltern seien nicht überzeugt.

Er lehnt das Argument ab, dass die Planungen bereits zu viel gekostet hätten, um noch geändert zu werden. „Planungskosten von 100  000 bis 200  000 Euro sind pillepalle gegenüber den 40 Millionen Euro, die das Projekt kosten soll“, sagte der Vorsitzende.

Er gibt zu: Ein neuer Zuschnitt des Einzugsbereichs könnte dafür sorgen, dass die Kapazitäten am neuen Standort reichen. „Aber die Grundschule Mühlenberg ist auch schon rappelvoll“, sagte er. Klassen von dort in das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium auszuquartieren, hält Genutt für problematisch.

Stilke führte viele Argumente gegen den Umzug an: Keine 200 Meter davon entfernt verlaufe eine Hochspannungsleitung. Je jünger ein Kind sei, umso leichter könne elektromagnetische Strahlung Leukämie verursachen. Gegen den Umzug sprächen die Bahngleise. Bisher mussten 15 Prozent der Kinder sie auf dem Schulweg überqueren, künftig wären es 85 Prozent. „Keiner der Eltern will umziehen“, sagte er.

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erstellt am 06.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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