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Quickborner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 06:10 Uhr

Ellerau : Die Seniorenresidenz wehrt sich gegen die Kritik an ihrem Essen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kitas und die Minischule in Ellerau sind mit dem von der Seniorenresidenz geliefertem Essen meist zufrieden. Jetzt reagiert die Einrichtung.

Ellerau | Nach Kritik aus der Minischule Pfiffikus an der Küche der Seniorenresidenz Ellerau haben deren Leiterin Carola Nowak und ihr Küchenchef Jakob Magel die Qualität des Essens gestern verteidigt. Die private Einrichtung beliefert die drei Ellerauer Kitas und die Vorschule wochentags mit etwa 230 Mahlzeiten. „Wir bekommen selten die Note Befriedigend, meistens ein Gut“, so Magel.

Mit Hilfe sogenannter Qualitätspässe überprüft der Koch täglich die Zufriedenheit der Kinder. Die Betreuer sollen sie fragen, wie ihnen das Essen geschmeckt hat, und dann Noten vergeben. „Den Pässen zufolge war die Minischule immer zufrieden“, so Nowak. Bei Kritik reagiere ihr Team schnell.

Wie berichtet, hatte die Minischulleiterin Kerstin Gagelmann während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Bildung die Qualität des Essens beklagt. Die Seniorenresidenz liefere häufig Mahlzeiten aus der Dose. Gagelmann will das Mittagessen für die Minischule daher künftig aus der Grundschulmensa beziehen. Der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Christian Valerius (BVE), erläuterte einen weiteren Grund dafür: Mini- und Grundschule teilen sich ein Gebäude. Wenn die Pfiffikus-Kinder das Mensaessen beziehen, entfalle der Transport.

Magel räumte gestern ein: „Wir haben Konserven. Bei dem Budget können wir nicht alles frisch zubereiten.“ Gestern aber buk der 26-Jährige den Kindern Kaiserschmarrn, den er mit Apfelmus und Gemüse-Sticks reichte. „Dafür habe ich keine einzige Konserve geöffnet“, sagte er. Für die 88 Bewohner des Seniorenheims, zehn Kunden im Service-Wohnen und drei Nachbarn der Einrichtung bereitete er Bratkartoffeln mit Sauerfleisch zu. Die Kartoffeln habe er frisch gepellt. Beim Gemüse greife er auf Tiefkühlware zurück. Sie sei gesünder als frische Ware. Unternehmen die Kitas Ausflüge, liefere er das Essen auf Anfrage auch später.

Die Seniorenresidenz versorgt die Kitas und die Minischule seit 2011. Auf Wunsch bereiten die drei Köche und sechs Küchenhelfer vegetarische und laktosefreie Mahlzeiten zu. Aus Rücksicht auf Moslems verzichteten sie bei den Kita-Menüs grundsätzlich auf Schweinefleisch.

Die Seniorenresidenz hat die Preise innerhalb der fünf Jahre nicht erhöht. „Wir zahlen drauf“, erläuterte Nowak. Die gute Zusammenarbeit mit den Einrichtungen sei es ihr wert. Die Nachrichten aus dem Ausschuss enttäuschten sie daher umso mehr. Eine Kündigung habe sie allerdings noch nicht erhalten. Aus dem Antragsformular der Gemeinde Ellerau für die Aufnahme in die Minischule geht hervor, dass die Mittagsverpflegung monatlich 32,46 Euro kostet.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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