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Quickborner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 03:01 Uhr

In drei Jahren von null auf 270 Sportler : Die Reha-Abteilung des TuS-Holstein-Quickborn im Ärztezentrum boomt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborn | Vor etwa drei Jahren startete der TuS-Holstein-Quickborn mit einem erweiterten Reha-Angebot. Jürgen Sohn, Vorsitzender des Sportvereins, zieht nun Bilanz: „Wir sind von null gestartet, und heute gehört der Reha-Bereich zu unseren Angeboten mit dem größten Zuspruch.“ In drei Jahren sind 270 Mitglieder zusammengekommen. „Darauf können wir sehr stolz sein“, sagte Sohn.

Der Sportverein wurde im Jahr 1914 gegründet. Geschäftsstelle und Fitness-Center befinden sich am Ziegenweg. Etwa 2000 Mitglieder zählt der Sportverein momentan. Etwa die Hälfte ist jünger als 18 Jahre alt. 25 verschiedene Kursusangebote stehen auf dem Plan. Zu der größten Sparte zählt die Turnerschaft mit zirka 300 Mitgliedern sowie der Fitnessbereich mit 230 Mitgliedern. Der ehrenamtliche Vorstand wird von Jürgen Sohn angeführt. Hartmut Leutner ist zweiter Vorsitzender, Manfred Kroener Kassenwart, Karin Leutner sporttechnische Leitung sowie Jugendwartin und Detlef Mertelsmann Pressewart.

Es habe lange gedauert, die Angebote des Vereins zu integrieren. „Lange wurde es nicht akzeptiert. Aber jetzt ist das etwas ganz anderes“, sagte Hartmut Leutner, zweiter Vorsitzender. Der Sportverein hat Räumlichkeiten im Ärztezentrum am Ziegenweg angemietet, um die Kurse dort stattfinden zu lassen. „Eine Reha-Behandlung muss von einem Arzt verschrieben werden“, erklärte Leutner. Theoretisch könne der Patient die Reha dann machen, wo er möchte, jedoch sei es praktisch, die Ärzte im selben Haus zu haben. 

Vor drei Jahren entschied der Verein, das Angebot über die seit vielen Jahren etablierten Kurse des Koronarsports hinaus auszuweiten. „Wir haben Kurse, die es in unserem näheren Umkreis so nicht gibt“, betonte Sohn. Um sie überhaupt veranstalten zu können, sei es gesetzlich vorgegeben, ausgebildete Übungsleiter einzusetzen. „In Quickborn sind wir die Einzigen, die diese Kurse geben dürfen“, sagte der Vorsitzende.

Zu dem Angebot zähle der Sport in der Krebsnachsorge. „Das hat sich zu einem Großkursus entwickelt“, erklärte Sohn. Bei manchen Teilnehmern sei die Hemmschwelle zwar noch groß, besonders bei Frauen mit Brustkrebs, jedoch nehme dies ab, da sich die Krankheit während der vergangenen Jahre stark verbreitet habe. Zu den neuen Angeboten des Vereins gehört seit einem Jahr zudem der Sport bei neurologischen Erkrankungen, wie Parkinson, Schlaganfall und Multipler Sklerose. „Diesen Kursus besuchen 18 Leute. Das sind viele für ein Jahr“, sagte Sohn. In Quickborn seien zwar vermutlich mehr Leute von der Krankheit betroffen, jedoch „besuchen nicht alle, die krank sind, auch eine Reha“, sagte Leutner.

Auch Rehabilitationssport, Reha-Gymnastik, Reha-Orthopädisches Gruppentraining bei Arthrose, Osteoporose, Hüft- und Knieproblemen sowie Reha-Diabetes-Sport und Lungensport gehören zu der beliebten Sparte des TuS-Holstein. Sohn und Leutner sind stolz auf die Fortschritte der vergangenen Jahre. „Dazu muss man sagen, dass dies nicht nur unser Verdienst ist. Auch die Ärzte und der Gesetzgeber haben uns zugespielt“, sagte Sohn. Jeden Bereich könne der Verein zwar nicht abdecken, doch die bestehenden Angebote stellten einen guten Anfang dar.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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